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Mofas und Mopeds: Ab 1. März aus für grüne Schilder

Ab 1. März gelten nur noch die neuen schwarzen Versicherungskennzeichen für Mofas und Mopeds.

Grüne Schilder verlieren ihre Gültigkeit. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Wer mit den alten grünen Kennzeichen weiterfährt, habe keinen Haftpflichtversicherungsschutz mehr und mache sich strafbar, heißt es beim GDV.

Anders als bei Autos müssen Mofas und Mopeds für den Betrieb auf öffentlichen Straßen nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen sind ausreichend. Die Farbe der Kennzeichen wechselt jährlich zwischen Schwarz, Blau und Grün. Die Schilder sind bei den Kraftfahrtversicherern erhältlich.

Die Versicherungskennzeichen gelten im Einzelnen für folgende Fahrzeuge:

-Kleinkrafträder wie Mofas und Mopeds, die nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Stundenkilometer fahren. Dabei gilt: Ein Mofa ist für maximal eine Person zugelassen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h. Ein Moped, maximal 45 km/h, kann auch für zwei Personen zugelassen werden.

-Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis 45 km/h.

-Segways und ähnliche Mobilitätshilfen mit elektrischem Antrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h.

-Quads und Trikes mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h und einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern.

-Elektro-Roller, die über eine Betriebserlaubnis verfügen und maximal 45 km/h schnell sind.

-Motorisierte Krankenfahrstühle

-Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die bereits vor 1. März 1991 versichert waren.

Bei den Versicherungsbeiträgen gibt es laut dem Bund der Versicherten (BdV) große Unterschiede. Ein Blick in die Tariftabellen verschiedener Anbieter könne sich daher auszahlen. Die Höhe des Versicherungsbeitrags hängt von der vereinbarten Deckungssumme, aber auch von dem Alter des Fahrers ab und ob eine Selbstbeteiligung vereinbart wird. „Eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 100 Millionen Euro pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden bekommt man schon für rund 60 Euro pro Jahr“, heißt es beim Bund der Versicherten.

Zusätzlich können Mofa- und Mopedfahrer eine Teilkaskoversicherung abschließen. Sie springt beispielsweise bei Diebstahl, Brand- oder Hagelschäden, aber auch Wildunfälle sowie Kurzschlüsse in der Verkabelung ein. Die Versicherung zahlt dann die Kosten der entsprechenden Reparatur oder erstattet den Zeitwert des Mofas, wenn eine Reparatur nicht mehr möglich ist. „Ein Abschluss ist sinnvoll, insbesondere bei neuwertigen Fahrzeugen. Mit einer Selbstbeteiligung lässt sich die Prämie reduzieren“, rät der Bund der Versicherten.

Wo ein Mofa oder Moped versichert ist, lässt sich übrigens leicht über die Buchstabenkombination des Versicherungskennzeichens ermitteln. Auskünfte dazu gibt es im Internet unter www.gdv-dl.de/mofakennzeichen.html oder telefonisch über den Zentralruf der Autoversicherer unter 0800/2502600.

Zum Führen eines Mofas muss man mindestens 15 Jahre alt sein und eine Prüfung ablegen. Wer besteht, erhält eine Prüfbescheinigung, einen Führerschein gibt es bei Mofas nicht. Ausnahme: Personen, die vor dem 1. April 1965 geboren wurden, dürfen auch ohne Prüfbescheinigung Mofafahren.

Für das Führen eines Mopeds ist seit 2013 ein Führerschein der Klasse AM nötig. Die Klasse AM umfasst neben Mopeds, auch Roller, Kleinkrafträder, Fahrräder mit Hilfs- oder Elektromotor, leichte Quads und Trikes. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Sowohl bei Mofas als auch bei Moped gilt: Die Eltern müssen ihr Einverständnis abgeben.

manuela dollinger

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