Mehr als 16 000 Beschwerden über Anlageberater

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Trotz strengerer Auflagen für Anlageberater nach der Finanzkrise fühlen sich tausende Bankkunden schlecht behandelt. Seit Einführung neuer Vorgaben im November 2012 registrierte die Finanzaufsicht Bafin bis Juli 16 274 Anzeigen im Rahmen des neuen Mitarbeiter- und Beschwerderegisters.

Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Sanktionen oder Bußgelder wurden noch nicht verhängt.

Die Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn kritisierte, es werde immer deutlicher, dass die nach der Finanzkrise ergriffenen Maßnahmen wenig bringen, um Bankkunden vor schlechter Beratung und schlechten Produkten zu schützen.

Ende 2013 lagen nach Bafin-Angaben 9720 Beschwerden vor. Davon entfielen 4019 auf Privat- und Auslandsbanken sowie 3234 auf Sparkassen/Landesbanken. 2246 Anzeigen betrafen genossenschaftliche Banken und 221 Finanzdienstleister. Die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft hatten in der Vergangenheit von einer relativ geringen Zahl im neuen Beschwerderegister gesprochen.

Banken müssen jede Beschwerde bei der Bafin melden – unabhängig davon, ob sie begründet oder unbegründet ist. Die Beschwerden werden erfasst. Die Aufseher ordnen sie den einzelnen Beratern und Filialen zu, um eingreifen zu können, wenn sich Beschwerden häufen.  dpa

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