FLUGVERKEHR

Lufthansa bremst

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Carsten Spohr,Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa

Frankfurt – Die Lufthansa hat ihren Steigflug vorerst beendet.

Unter anderem wegen hoher Integrationskosten für Betriebsteile der insolventen Airberlin kam der Konzern im ersten Quartal dieses Jahres geschäftlich nicht recht vom Fleck, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Auch konnte das Angebot nicht wie geplant ausgebaut werden, weil Airbus-Flugzeuge wegen Problemen an den Triebwerken später ausgeliefert werden.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht den Dax-Konzern dennoch auf Kurs, den 2017 erzielten operativen Rekordgewinn (bereinigtes Ebit) von fast drei Milliarden Euro auch in diesem Jahr annähernd zu wiederholen. Positiv seien die weiter sinkenden Kosten pro Sitzkilometer und die bis zur Jahresmitte noch steigenden durchschnittlichen Ticketerlöse. Für das Gesamtjahr rechnet Lufthansa mit stabilen Durchschnittserlösen.

Unter dem Strich fiel im ersten Quartal der Verlust mit 57 Millionen Euro etwas geringer aus als vor einem Jahr, als Lufthansa mit einem Minus von 68 Millionen Euro in die Sommersaison startete. Der Umsatz ging um minus 0,7 Prozent auf 7,64 Milliarden Euro zurück, was allerdings auf veränderte Regeln zur Rechnungslegung zurückzuführen ist. Ohne diesen Effekt wären die Erlöse um 4,5 Prozent gestiegen. Fluggesellschaften fliegen im Winter meist rote Zahlen ein. Ihre Gewinne schreiben sie in der Hauptreisezeit im Sommer.

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