Der Lichterhersteller Osram

Der Technologiewandel im Lichtmarkt wirbelt die Branche durcheinander. Marktanteile will Osram aber im Zuge des Radikalumbaus nicht verloren haben.

Der Umsatz soll dieses Jahr bei rund 5,3 Milliarden Euro stagnieren, nachdem der Konzern die Prognose vor kurzem gesenkt hatte. Technologisch sieht sich Osram als Trendsetter und will zum Beispiel 2016 organische Leuchtdioden (Oled) auf den Markt bringen. Beim Jahresüberschuss plant Osram unverändert große Sprünge. Nach neun Monaten des Geschäftsjahrs 2013/14 (zum 30. September) lag der Gewinn nach Steuern bei 181 Millionen Euro und damit rund dem Dreifachen des Vorjahres. Im dritten Quartal wurden 8,6 Prozent operative Marge erreicht, was Konzernchef Dehen als nötig ansieht. Die anhaltende Rosskur zeigt zugleich, warum sich Siemens unbedingt vom Lichtgeschäft trennen wollte und dafür sogar einen ursprünglich geplanten Verkauf abgeblasen hat. Der Wandel im Lichtmarkt ist so drastisch wie rasant und er kostet viel Geld, das der noch mit 20 Prozent an Osram beteiligte Siemens-Konzern lieber in andere Geschäftsfelder rund um die Elektrifizierung steckt.  tmh

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