LED-Lampen billiger und besser

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Zwischen 6 und 10 Euro kostet eine LED-Lampe heute. Sie hilft, im Haushalt ordentlich Geld zu sparen – pro Lampe im Schnitt 15 Euro pro Jahr. foto: panthermedia

Noch nie waren LED-Leuchten so günstig und so gut: Das hat die Stiftung Warentest herausgefunden. LEDs können fast überall im Haus Glühbirnen ersetzen und helfen dabei, enorm viel Strom einzusparen.

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Noch nie waren LED-Leuchten so günstig und so gut: Das hat die Stiftung Warentest herausgefunden. LEDs können fast überall im Haus Glühbirnen ersetzen und helfen dabei, enorm viel Strom einzusparen.

Lichtemittierende Dioden leuchten hell genug, um Glühlampen mit einem Sechstel der Strommenge zu ersetzen. Jede LED-Lampe, die an die Stelle einer 60-Watt-Glühbirne tritt, spart bei täglich drei Stunden Brenndauer etwa 15 Euro im Jahr. Ein durchschnittlicher Haushalt betreibt rund 32 Lampen. Da lässt sich enorm viel sparen. Hinzu kommt: Die Preise für LED-Lampen fallen beständig. Kostete der Testsieger von Toshiba im April 2014 noch 30 Euro, bietet der Hersteller heute eine gleichhelle Lampe für 7 Euro. So rechnet sich der Umstieg mitunter schon nach einem halben Jahr.

Die Stiftung Warentest hat 15 LED-Lampen getestet. Sie kosten zwischen 6 und 10 Euro. Jede leuchtet hell genug, um eine 60-Watt-Glühlampe zu ersetzen. Alle sparen Strom – die effizienteste setzt 1 Watt in 105 Lumen um. Zum Vergleich: Eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne schafft nur etwa 10 Lumen pro Watt.

Problem Rottöne

Alle LEDs eignen sich universell im Haushalt: in Wohn- und Schlafräumen, Fluren und Treppenhäusern, sogar in geschlossenen Außenleuchten. Nur in einer Disziplin sind Glühlampen noch besser: Das Licht aus ihrem Wolframdraht erzeugt ein Farbspektrum mit hohem Rotanteil. Das macht sie in der Küche, am Essplatz und zum Beleuchten von Gemälden stark. Farbnuancen sind mit ihnen besser unterscheidbar. Der Rotanteil der getesteten LED-Lampen liegt niedriger. Speisen wirken weniger frisch, Nuancen im Rotbereich lassen sich etwas schwerer unterscheiden als bei Glühlampenlicht.

Licht in Kegelform

Glühbirnen strahlen das Licht rundum ab, LEDs leuchten oft gerichteter. Die Stiftung Warentest bestimmt den „Halbwertswinkel“: Das ist der Bereich, in dem Lampen mindestens 50 Prozent der maximalen Lichtstärke ausstrahlen. Je nach Anordnung der Dioden zeigen LEDs deutliche Unterschiede: So strahlt die Osram LED Star Classic das meiste Licht in einem 120-Grad-Kegel ab. Sie eignet sich vor allem für gerichtete Leuchten zum Lesen. Die Paulmann LEDs dagegen bringt mit ihrem Halbwertswinkel von 245 Grad selbst großflächige Lampenschirme zum Leuchten. Auf den Verpackungen loben manche Anbieter große Winkel aus. Die gemessenen Halbwertswinkel liegen meist deutlich darunter. Zum Beispiel bei Megaman: Auf der Packung stehen nicht näher bestimmte 330 Grad, gemessen haben die Tester lediglich einen Halbwertswinkel von 150 Grad. Die EU-Ökodesign-Verordnung verlangt keinen Halbwertswinkel auf der Verpackung. Hilfreich wäre er.

Helligkeit und Dauer

Auf jeden Fall müssen Helligkeit und Lebensdauer auf der Packung stehen. Die Lampen im Test verheißen 15 000 bis 30 000 Brennstunden bei zirka 810 Lumen. Anders als Glühbirnen sterben LEDs in der Regel nicht abrupt. Sie dunkeln über die Jahre allmählich ab. Drei LEDs altern allerdings vorschnell: Bioledex, Renkforce von Conrad und XQ-Lite leuchteten schon nach 1500 Stunden mit weniger als 80 Prozent der versprochenen Helligkeit. Eigentlich müssten sie mindestens fünfzehn mal länger hell leuchten. Für alle drei lautet das Urteil in der Dauerprüfung „mangelhaft“.

Der Vertreiber der XQ-Lite vermutet die Ursache in unsauberer Verarbeitung: Stoffe aus der Verpackung könnten eine chemische Reaktion in der Lampe ausgelöst und den Lichtstrom vermindert haben. Tipp: Heben Sie den Kassenbon mindestens ein halbes Jahr auf. Geht die Lampe in dieser Zeit kaputt, können Sie beim Händler reklamieren.

Die Testsieger

Mit der Gesamtnote 1,6 teilen sich drei Lampen den ersten Platz im Test: MediamarktSaturn/Isy LED Lamp, Osram LED Star Classic A60 und Toshiba E-Core LED A60. Knapp dahinter (Note 1,7) liegen Megaman LED Classic und Philips LED. mm

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