Jobwunder geht weiter

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Im Frühling finden vor allem auf dem Bau und in der Gastronomie viele Menschen einen Job. Das lässt die Arbeitslosenzahl weiter sinken. In der Wirtschaft wachsen derweil die Sorgen über einen Fachkräftemangel.

arbeitsmarkt

Nürnberg – Frühling auf dem bayerischen Arbeitsmarkt: Die Zahl der Jobsucher im Freistaat ist im April auf 213 000 gesunken. Im Vergleich zum März waren knapp 18 600 Männer und Frauen weniger ohne Arbeit; gegenüber dem Vorjahr sank die Erwerbslosigkeit um rund 18 700, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 2,9 Prozent zurück. Das ist die niedrigste Quote in diesem Monat seit Einführung der aktuellen Berechnungsmethode.

Nicht nur in Bayern, bundesweit sank die Zahl der Jobsucher. Mit 2,384 Millionen rutschte die Zahl der Erwerbslosen auf den niedrigsten April-Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Im Vergleich zum März waren damit 74 000 weniger Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,3 Prozent.

Hauptgrund für die gesunkene Erwerbslosenzahl ist nach Angaben der Regionaldirektion die saisonal übliche Belebung des Arbeitsmarktes im Frühjahr. Vor allem in der Bau- und Landwirtschaft sowie in der Gastronomie finden viele Menschen einen Job, die sich in der kalten Jahreszeit vorübergehend arbeitslos gemeldet hatten.

Der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart, sagte, es sei besonders erfreulich, dass alle Gruppen von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitierten. Und die Nachfrage nach Mitarbeitern sei weiter auf einem sehr hohen Niveau. Zuletzt waren fast 129 000 offene Stellen gemeldet. Die Zahl der Menschen mit regulärem Job lag nach aktuellen Hochrechnungen im Februar bei 5,5 Millionen – 150 000 mehr als ein Jahr zuvor.

Der bayerischen Wirtschaft bereiten derweil zunehmende Engpässe bei Fachkräften Sorgen: „Die Fachkräftesicherung ist kein Problem der Zukunft, sondern bereits heute eine große Herausforderung in vielen Berufen und Regionen“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Das zeigt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt. Ende April standen nach einer Zwischenbilanz der BA bundesweit 281 800 Lehrstellen lediglich 227 900 Bewerber gegenüber. Auf 100 gemeldete Ausbildungsstellen kommen demnach rechnerisch 91 Bewerber (Vorjahr 96).  dpa

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