Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Keine Deflation

Inflation: Ende der Preisspirale in Sicht? Diese Gründe sprechen dagegen

  • Patricia Huber
    VonPatricia Huber
    schließen

Die Inflation ist in den vergangenen Monaten nicht mehr gestiegen. Ist endlich ein Ende der Teuerung in Sicht? Experten rechnen nicht damit.

Berlin/München – Während die Inflationsrate bis Mai nahezu stetig gestiegen ist, ist seit Juni ein kleiner Rückgang zu beobachten. Im Juli lag die Inflation laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts bei 7,5 Prozent – und hat sich damit leicht abgeschwächt. Bedeutet das also endlich das Ende der Preisspirale? Experten befürchten das Gegenteil – denn es gibt etliche Gründe dafür, dass eine Deflation noch nicht in Sicht ist.

Neun-Euro-Ticket und Tankrabatt als Inflationsdämpfer

Eine besondere Rolle spielen dabei hierzulande auch das Neun-Euro-Ticket und der Tankrabatt aus dem Entlastungspaket der Bundesregierung. Diese zwei Maßnahmen laufen Ende August aus. Dann muss wieder mehr für Benzin und Diesel gezahlt werden und Bahnfahren wird auch wieder deutlich teurer für Verbraucher. Diese beiden Maßnahmen haben die Inflation in Deutschland enorm gedämpft – der Wegfall im September könnte also wieder zu einem Anstieg von bis zu 1,5 Prozentpunkten führen.

Bis zu zwei Prozentpunkte mehr: Gas-Umlage als enormer Inflationstreiber

Zudem dämpfte auch die Abschaffung der EEG-Umlage die Strompreisentwicklung und somit die Inflation. Im Herbst steht jedoch dann die Gas-Umlage als zusätzliche Belastung an. Diese kommt dann zu den ohnehin bereits gestiegenen Gaspreisen hinzu. Die reguläre Gaspreiserhöhung dürfte die Inflation um 0,4 Prozentpunkte nach oben treiben, schätzen Commerzbank-Ökonomen Berichten der Wirtschaftswoche zufolge. Mit der Gas-Umlage könnten dann noch einmal je nach Höhe 0,6 bis 2 Prozentpunkte hinzukommen.

Insgesamt könnte die Inflationsrate also allein durch den Wegfall der Entlastungen, die hohen Gaspreise und die Gas-Umlage um 3,4 Prozent nach oben treiben. Auch Experten gehen nicht davon aus, dass sich die Lage schon bald wieder entspannt.

Der Lebensmitteleinkauf wird immer teurer. Doch ist schon bald ein Ende der Teuerung in Sicht? Experten gehen nicht davon aus.

Experte rechnet nicht mit Deflation

Preisexperte Stefan Benett erklärte gegenüber der Welt, er rechne „nicht mit einer breiten Deflation, also einem allgemeinen Rückgang der Preise.“ Das liegt besonders daran, dass die Nachfrage nach Produkten trotz Knappheit, besonders im Lebensmittelhandel, groß ist. Außerdem haben Handel und Hersteller laut Benett ein Interesse daran, die einmal akzeptierten Preise zu halten. (ph)

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/SVEN SIMON/Imago

Mehr zum Thema

Kommentare