HEV-Baumärkte wechseln zu Hagebau

Handel München – Der Münchner Baumarktbetreiber HEV beendet seine langjährige Zusammenarbeit mit Obi.

Bereits zum 1. Oktober wechseln sieben Baumärkte im Raum München zu Hagebau (wir berichteten). Jetzt wurde bekannt, dass auch für die verbleibenden acht HEV-Märkte im Großraum München die Franchise-Verträge mit Obi aufgelöst wurden. Sie firmieren ab 1. Dezember ebenfalls unter dem Namen Hagebau.

Der Wechsel vollzieht sich vor allem hinter den Kulissen. Die Kunden werden kaum etwas merken – außer den neuen Schriftzug Hagebaumarkt. „Am Sortiment wird sich im wesentlichen nichts ändern“, sagte ein Sprecher der HEV-Gruppe. Auch bei der Gewährleistung müssten Kunden durch den Markenwechsel keine Nachteile befürchten. „Es werden alle berechtigten Garantien für Produkte, die wir in unseren Märkten verkauft haben, erfüllt.“ Während der Umstellung auf Hagebau könnten die Märkte allerdings an einzelnen Tagen geschlossen bleiben, so der Sprecher. Ziel sei es allerdings, den Wechsel möglichst nahtlos zu vollziehen.

Betroffen von der zweiten Umstellungswelle sind unter anderen die Standorte in Freising (Clemensänger Ring), Penzberg (Zibetholzweg), Starnberg (Gautinger Straße), Fürstenfeldbruck (Nicolaus-Otto-Straße), Eching (Dieselstraße) und Germering (Gertrude-Blanch-Straße). Durch den Wechsel zu Hagebau seien keine Arbeitsplätze in Gefahr, heißt es. Insgesamt beschäftigt die HEV Heimwerkermarkt Verwaltungs GmbH mehr als 1200 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2012 bei rund 210 Millionen Euro.

Bereits im Herbst hatte die HEV-Gruppe angekündigt, die Zusammenarbeit mit Obi bei sieben Märkten zu beenden. Hier waren die Franchise-Verträge ausgelaufen. Ein von Obi angebotener Folgevertrag lehnte die HEV-Gruppe ab. Die Kooperation mit Hagebau biete mehr Flexibilität, begründete die HEV-Gruppe damals die Entscheidung. Als Gesellschafter der Händlerkooperation Hagebau würden die Märkte künftig an zentralen Entscheidungen beteiligt. Die rund 350 Gesellschafter der Hagebau-Gruppe erwirtschafteten zuletzt einen Gesamtumsatz von mehr als zwölf Milliarden Euro. Steffen Habit

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