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Energiepreise explodieren

Satter Nachschlag für Heizkosten droht: Wie Sie Geld sparen und weitere Antworten

Wegen der gestiegenen Preise für Gas und Öl rechnen viele Verbraucher mit einer deutlich höheren Heizkostenabrechnung. Experten empfehlen, wenn möglich, sich bereits Geld auf die Seite zu legen
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Wegen der gestiegenen Preise für Gas und Öl rechnen viele Verbraucher mit einer deutlich höheren Heizkostenabrechnung. Experten empfehlen, wenn möglich, sich bereits Geld auf die Seite zu legen.
  • Lisa Fischer
    VonLisa Fischer
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Angesichts der gestiegenen Preise dürfte die nächste Heizkostenabrechnung deutlich höher ausfallen. Wie hoch vermutlich die Teuerung ist und was man tun kann.

München - Fast 90 Prozent der Haushalte in Deutschland heizen mit Gas, Öl oder Fernwärme. Vielen Mietern graut es vor der nächsten Heizkostenabrechnung. Wie hoch wird die Nachzahlung angesichts der rapide gestiegenen Gas- und Ölpreise ausfallen? Einige Wohnungsunternehmen rechnen mit Nachzahlungen in Höhe von bis zu zwei Monatskaltmieten. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema:
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Mit welcher Nachzahlung sollten Mieter im kommenden Jahr rechnen?
Wie eine Sprecherin des Landesverbands Bayerischer Haus-, Wohnungs- und Grundbesitzer (Haus und Grund) mitteilt, sei die Befürchtung bereits groß, „dass am Ende des Jahres das große Erwachen für Mieter eintrifft“. Aber nicht nur Mieter, sondern auch Eigentümer in ihren eigenen vier Wänden seien betroffen. Für Gas etwa müssen Mieter mit durchschnittlich 11,84 Cent pro Kilowattstunde rechnen, heißt es vom Deutschen Mieterbund (DMB) mit Verweis auf Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Ein Plus von 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Neuverträge schlügen tendenziell noch mehr zu Buche. Auch die Kosten für Heizöl stiegen laut dem Vergleichsportal Verivox im Vorjahresvergleich um 75 Prozent.
Weil fast 90 Prozent der Haushalte in Deutschland mit Gas, Öl oder Fernwärme beheizt würden, seien fast alle Mieter von den Preisanstiegen betroffen, so der DMB. Der Verband empfiehlt: Wer schon jetzt wissen will, welche Kosten auf ihn zukommen, kann den Nachzahlungsrechner der Stiftung Warentest nutzen.

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Heizkosten steigen: Warm anziehen reicht in vielen Fällen nicht

Müssen Mieter den Forderungen des Vermieters folgen und sofort eine höhere Vorauszahlung auf die Nebenkosten leisten?
Der DMB sagt: Nein. Der Vermieter müsse zunächst dem Mieter eine formal und inhaltlich korrekte Abrechnung über die Nebenkosten zustellen. Zeichnet sich darin ein Saldo zulasten des Mieters ab und ist davon auszugehen, dass die bisherigen Vorauszahlungen nicht ausreichen, darf der Vermieter die Zahlung höherer Vorauszahlungen verlangen.
Mögliche Erhöhungen der Vorauszahlungen seien bei den Vermietern des Landesverbands Haus und Grund schon im Gespräch, sagt eine Sprecherin. „Wir raten den Mitgliedern, jetzt schon den Kontakt zu den Mietern zu suchen und eine eventuelle Erhöhung anzusprechen.“
Der Deutsche Mieterbund wiederum legt Mietern nahe, sich die Grundlage für die Erhöhung erklären zu lassen. Eine Anpassung sei ohnehin nur einmal pro Abrechnungsjahr möglich. Zudem sind Vermieter dazu verpflichtet, möglichst preisgünstige Anbieter zu wählen, also wirtschaftlich zu handeln. Achtung: Wer die erhöhten Vorauszahlungen gar nicht oder nur teilweise begleicht oder begleichen kann, dem droht die fristlose Kündigung. Dem DMB zufolge bereits dann, wenn die rückständige Summe mehr als eine Monatsmiete beträgt.
Sollten Mieter für das kommende Jahr besser Geld zurücklegen?
Eigentümern, die in ihrem Objekt wohnen und deshalb eine Heizkostenrechnung erwarten, empfiehlt der Landesverband Haus und Grund, jeden Monat Geld zur Seite zu legen. Auf der Mieterseite rät der DMB ebenfalls, schon jetzt etwas Geld anzusparen, um im kommenden Jahr die Mehrkosten begleichen zu können. Mieter könnten aber auch schon in diesem Jahr freiwillig eine erhöhte Vorauszahlung mit dem Vermieter vereinbaren, um einer hohen Nachzahlung vorzubeugen.

Deutsche Bürger sind dazu angehalten, Energie zu sparen. Wie sich die Heizkosten leicht senken lassen:

Heizkostenabrechnung: Fristen wahren, sonst könnte Kündigung drohen

Welche Möglichkeiten haben Mieter, wenn sie die Kosten nicht tragen können?
In diesem Fall rät der DMB auf jeden Fall frühzeitig das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. Es gebe die Möglichkeit, sich auf eine Rückzahlungsmodalität, wie etwa Ratenzahlung, zu einigen. Außerdem könnten Mieter sich bei ihrem Mieterverein über staatliche Unterstützung erkundigen. Hilfe wie Wohngeld oder andere Zuschüsse könnten durch den finanziellen Engpass helfen. „Wir raten unseren Vermietern, wenn Mieter auf sie zukommen, das auf jeden Fall zu akzeptieren“, sagt die Sprecherin des Landesverbands Haus und Grund. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung habe sich gezeigt, dass es bereits Gespräche zwischen beiden Seiten gibt.
Wie lange haben Mieter zur Begleichung der Nebenkostenabrechnung Zeit?
Bei korrekter Abrechnung hätten Mieter nach Erhalt für gewöhnlich bis zu 30 Tage Zeit, den Saldo zu begleichen. Etwaige Unklarheiten oder Fehler sollten dem Vermieter innerhalb der Frist unverzüglich angezeigt werden, teilt der DMB mit. Allerdings sollten sie, um keine Kündigung zu riskieren, die Rechnung zunächst unter Vorbehalt begleichen. Hegen Mieter Zweifel an der Richtigkeit der Nebenkostenabrechnung, haben sie das Recht, diese zu prüfen.
Können Mieter gekündigt werden, wenn sie nicht rechtzeitig zahlen?
Das ist noch nicht höchstrichterlich geklärt. Dennoch sollten Mieter vorsichtig sein. Urteile von Amts- und Landgerichten zeigten, dass nicht bezahlte Nachzahlungen bereits zu Kündigungen geführt haben, so der DMB.

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