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Wer für den Heimplatz bezahlt

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Alexandra Krist,Pflegeexpertin,AOK Bayern

Maria K: „Meine Freundin ist 82 Jahre alt und hat in ihrem ehemaligen Elternhaus das Wohnrecht auf Lebenszeit. Nun ist sie in Sorge, was mit ihr wird, sollte sie in ein Pflegeheim müssen. Ihre Rente von 700 Euro reicht für einen Heimaufenthalt nicht aus. Der jetzige Hausbesitzer hat beim Kauf des Hauses sämtliche Verpflichtungen, wie zum Beispiel freie Miete und Nebenkosten (Wasser, Strom, Heizung), übernommen. Sollte sie die Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzen können, wer kommt dann für die Pflegekosten auf?“

Die Pflegekasse bezuschusst die Kosten für Pflege in stationären Einrichtungen, wenn häusliche Pflege nicht möglich ist. Voraussetzung ist, dass entweder bereits Pflegeleistungen bezogen werden oder ein Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegekasse gestellt wird und eine Einstufung in einen Pflegegrad erfolgt. Die Pflegekasse übernimmt dann einen monatlichen Pauschalbetrag. Die Höhe der Leistung hängt davon ab, welcher Pflegegrad vorliegt. Bei Pflegegrad 2 sind dies beispielsweise 770 Euro im Monat, bei Pflegegrad 5 insgesamt 2005 Euro im Monat.

Wenn die Leistung der Pflegeversicherung, eigenes Alterseinkommen und eigenes Vermögen nicht ausreichen, um den Heimplatz zu finanzieren, springt die Sozialhilfe mit der sogenannten Hilfe zur Pflege ein. Dazu ist ein entsprechender Antrag bei dem zuständigen Sozialhilfeträger zu stellen. Dieser prüft, ob und inwieweit eventuell vorhandene Unterhaltsverpflichtete sich an den Heimkosten beteiligen müssen.

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