Guter Sonnenschutz für wenig Geld

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Nach dem Baden sollte das Sonnenschutzmittel wieder neu aufgetragen werden – auch wenn das Produkt als „wasserfest“ beworben wurde. Das Foto zeigt einen Steg bei Niederpöcking am Starnberger See. Foto: Andreas Gebert / dpa

Die Stiftung Warentest hat Sonnenschutzmittel mit hohem und sehr hohem Schutzfaktor geprüft. Ergebnis: Fast alle der 19 Produkte überzeugen – das teuerste jedoch fällt durch.

Test

Ob günstig oder teuer – der Schutz stimmt bei fast allen: Fast alle von der Stiftung Warentest geprüften Sprays und Sonnencremes punkten: 17 von 19 Produkten schneiden insgesamt sehr gut oder gut ab. Sie schützen so vor UVB-Strahlung, wie sie es ausgelobt haben – und auch der UVA-Schutz stimmt. Auf diese Mittel sollten vor allem Menschen mit heller, sonnenempfindlicher Haut setzen. Und auch Kinderhaut ist mit Sonnenschutzfaktor (SPF) 30 und 50 angemessen geschützt.

Günstige Produkte als „sehr gut“ getestet

Nur das teuerste Produkt im Test, Eco Sunmilk Sensitive, für 21,20 Euro pro 100 Milliliter fällt in puncto Sonnenschutz durch. Generell bestätigt sich auch in diesem Jahr: Der Preis sagt nichts über die Qualität der geprüften Mittel aus. Die günstigsten Produkte im Test – die schon ab 1,17 Euro pro 100 Milliliter zu haben sind – schützen ebenso zuverlässig wie teurere für bis zu 20 Euro pro 100 Milliliter. Vier günstige Produkte sind „sehr gut“: Cien Sun Sonnenmilch Classic von Lidl (1,18 Euro pro 100 Milliliter), Today Sonnenmilch von Penny und Rewe (1,17 Euro), Sundance Sonnenspray von dm (2,23 Euro) sowie Sôi Sonnenmilch von Real (1,50 Euro).

Kritische Duftstoffe in einem Spray

Ein Produkt im Test, Sun Beauty Oil-Free Milky Spray von Lancaster für 20 Euro pro 100 Milliliter, schneidet lediglich mit der Note „befriedigend“ ab: Das Sonnenschutzspray enthält zwei kritische Duftstoffe. Der eine löst vergleichsweise häufig Allergien aus und darf nur noch bis Sommer 2021 in Kosmetika verwendet werden. Der andere kann laut wissenschaftlichem Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) zurzeit nicht als sicher eingestuft werden.

Nicht jedes Mittel ist wasserfest

Auf fast allen aktuell geprüften Tuben und Flaschen prangt das Wort „wasserfest“. Wer in seinen Werbeaussagen so dick aufträgt, weckt große Erwartungen. Doch auch Sonnencremes und Sprays, die als „wasserfest“ beworben werden, können beim Baden oder Planschen einen Teil ihrer Schutzwirkung einbüßen. Denn selbst wenn sie nach dem Baden nur noch die Hälfte des ursprünglichen Schutzes bieten, dürfen sie laut internationaler Norm „wasserfest“ heißen. Wer – wie viele Mittel im Test – auf Flasche oder Tube verspricht, sein Produkt sei „wasserfest“ oder „wasserresistent“, bekam Punktabzug in der Kategorie „Beschriftung und Werbeaussagen“ – weil das beim Verbraucher eine trügerische Sicherheit erzeugen kann. Der Rat der Tester: Den Sonnenschutz nach dem Baden immer wieder auffrischen. So ist man auf der sicheren Seite.

Nur wer richtig cremt, ist richtig geschützt

Auch die beste Sonnencreme kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie richtig aufgetragen wird: Die Produkte müssen reichlich, großflächig und immer wieder auf der Haut verteilt werden. Zusätzlichen Schutz bietet Kleidung. Viele Verbraucher klagen aber darüber, dass Sonnenschutzmittel vor allem auf hellen Textilien sehr leicht unschöne und hartnäckige Flecken verursachen, die sich nur schwer wieder auswaschen lassen (siehe Kasten). Nivea wirbt mit einer „Anti-Flecken“-Formel. Überprüfen ließ sich dieses Versprechen nicht.

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