Guter Schlaf kann günstig sein

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Wer eine neue Matratze benötigt, sollte vor dem Kauf probeliegen. Denn auch die persönlichen Maße und das eigene Körpergewicht zählen. panthermedia

Eine gute Federkernmatratze muss nicht teuer sein: Bei einem aktuellen Test von 24 Matratzen schneiden 15 gut ab. Die günstigste Gute kostet gerade einmal 100 Euro.

matratzen im test

Die Basis für einen erfolgreichen Tag ist ein guter, also ausreichend langer Schlaf. Doch was ist das, eine gute Matratze? Das Angebot ist riesig und die Preise unterscheiden sich erheblich. Grundsätzlich gilt: Federkernmatratzen eignen sich besonders für Menschen, die nachts schwitzen. Mit ihrem offenen Innenleben sorgen die Modelle für viel Luftzirkulation. Latex- und Schaumstoffmatratzen speichern die Wärme dagegen besser und sind daher ratsam für alle, die leicht frieren.

Die Stiftung Warentest hat für die Februar-Ausgabe der Zeitschrift „Test“ 24 Federkernmatratzen für 100 bis 400 Euro unter die Lupe genommen. Die Tester untersuchten die Liegeeigenschaften, die Haltbarkeit sowie die Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Außerdem prüften sie die Handhabung, die Qualität der Bezüge und wie die Matratzen beworben werden. Das erfreuliche Ergebnis: 15 Matratzen schneiden gut ab – und das auch noch zu günstigen Preisen.

Testsieger ist eine Matratze, deren Preis knapp über 200 Euro liegt: „Malie Polar“ (219 Euro). Ihr folgen „f.a.n. Sun Line T“, „f.a.n. Komfort Med T“ und „f.a.n. Multiplus T“ für je 239 Euro. Kaum schlechter, aber mit 100 Euro nicht mal halb so teuer ist die „Meradiso“, die Lidl im Onlineshop verkauft. Top-Liegeeigenschaften bietet zudem die „Union Unicor“ für 149 Euro, sie wird jedoch durch Schweiß und Wärme weicher. Bei dem Test zeigte sich, dass viele Matratzen weicher sind, als angegeben. Die vorderen Plätze sind von den harten Exemplaren belegt.

Von den sieben Matratzen, die befriedigend abschneiden, ist die „Beco“ das Schlusslicht, weil sie sich bei der Stütze verschiedener Köpertypen als schlechter als die anderen herausstellte. Der unangenehme Geruch nach dem Auspacken enthielt zudem flüchtige organische Verbindungen, die Augen- und Atemwege reizen können.

Unter dem Bezug und einer Schaumstoffschicht versteckt befindet sich bei den Matratzen der Federkern. Der Handel bietet drei Modelle an – je nach Bauart der Federn:

-Bonnellfeder: Die Federn sind tailliert und miteinander verbunden. Dadurch entsteht eine Flächenstabilität: Die Matratze stützt den Körper überall gleichmäßig ab, passt sich aber nicht so gut dem Körperprofil an. Das mindest den Liegekomfort.

-Zylindertaschenfeder: Die zylindrischen Federn sind einzeln in Vliesssäckchen eingeschweißt, die an den Enden miteinander verbunden sind. Die Matratze gibt dem Körper punktuell unterschiedlich stark nach – gut für den Liegekomfort.

-Tonnentaschenfeder: Die bauchigen Federn stecken einzeln in Vliessäckchen, die mittig miteinander verbunden sind. dadurch passt sich die Matratze punktuell dem Körper an und bietet einen vergleichbaren Liegekomfort wie Zylindertaschenfedern.

Neue Matratzen riechen oft unangenehm und sollten vor ihrer Nutzung erstmals ausgiebig auslüften, so der Rat der Stiftung Warentest. Fast alle Modelle im Test wiesen dabei nach dem Auspacken einen starken Geruch auf. Grund für die Gerüche sind Produktionsbelange: Die Firmen fabrizieren die Matratzen meist auf Bestellung. Es gibt folglich wenig Lagerware, die vor der Auslieferung schon Stoffe aus der Produktion ausdünsten kann. Das Auslüften bleibt somit den Käufern überlassen.

Im Test zeigte sich: Häufig ist der unangenehme Geruch nach Chemie schon nach einigen Tagen verfolgen. In einem Fall waren aber bis zu 28 Tage nötig. Die Warentester raten daher, beim Kauf ein Rückgaberecht zu vereinbaren für den Fall, dass die Matratze nach vier Wochen immer noch stark riechen sollte. Der Geruch sei aber meist gesundheitlich unbedenklich, erläutert die Stiftung.

Verbraucher sollten Matratzen mit jedem Wechsel der Bettwäsche einmal drehen. Bei der Testsiegerin „malie“ sowie den Modellen von Hn8 und Poco rissen jedoch die Griffe etwas ein. Schade: Die Traumechtmatratze von Otto hat gar keine Griffe. Sonst wäre auch sie mit ihrem Preis von 100 Euro ein gut gefedertes Schnäppchen.  dpa/mm

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