Fiktive Nutzer

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Ausgangspunkt der Untersuchung zu Datingportalen war eine Häufung von Verbraucherbeschwerden.

Die 307 krassesten davon wurden von den Verbraucherzentralen nachgeprüft, wobei sie sich nicht nur bestätigt haben, sondern auch noch weitere Missstände offenbar wurden. So gilt ein Portal dann als besonders attraktiv, wenn es dort viele aktive Nutzer gibt. Künstlich aufgebläht werden Nutzerzahlen entweder durch Fake-Profile oder digitale Karteileichen. Experten schätzen, dass im Schnitt auf ein aktives Profil zwölf inaktive Profile kommen. Gelöscht werden Profile teils erst sieben Jahre nach Vertragsende. Bei Fake-Profilen denken sich bezahlte Mitarbeiter Daten fiktiver Nutzer aus. Die „zugehörigen“ Fotos holen sie sich aus dem Internet ohne Kenntnis betroffener Personen. Im Chat mit Nutzern versuchen sie diese dann zum Beispiel von einem kostenfreien Portal auf ein anderes zu locken, das Geld verlangt oder sie dazu zu bringen, kostenpflichtige Flirtpunkte und ähnliches zu nutzen. Die Studie ist über die Internetseite verbraucherzentrale.de unter dem Suchbegriff online-dating abrufbar.

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