Fahrlässiger Überholvorgang

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Wer innerorts viel zu schnell fährt, um vor einer Steigung zu überholen, begeht einen grob fahrlässigen Pflichtverstoß.

Das gilt auch auf einer gut ausgebauten und einsehbaren Straße. Neben der Geldstrafe ist dann auch ein Fahrverbot fällig. Denn auf eine Ausnahme ist nicht zu hoffen, zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg, auf das der ADAC hinweist (Az.: 2 Ss OWi 63/18).

Ein Autofahrer überholte innerorts auf einer gut ausgebauten, einsehbaren und geraden Straße einen langsamen Bus, um diesen vor einer sich anschließenden Passstrecke hinter sich zu lassen. Dabei fuhr er 32 km/h schneller als erlaubt. 240 Euro Bußgeld und ein einmonatiges Fahrverbot waren die Folge.

Sein Einspruch: Für ein Fahrverbot sei ein grober Pflichtverstoß nötig. Da er ohne jemanden zu gefährden überholt habe, sei das nicht der Fall. Das Amtsgericht gab ihm recht, das Oberlandesgericht sah das anders: Zwar könne vom Fahrverbot abgesehen werden, wenn kein grober Pflichtverstoß vorliegt. Doch sei dies nicht der Fall. Bewusstes Überholen innerorts mit viel zu hohem Tempo sah das Gericht als grob fahrlässig an und bestätigte damit das Fahrverbot.  dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare