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Versorgungskrise

Fahrermangel: Britische Häfen beklagen Container-Rückstau

Großbritannien
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Ein Containerschiff im Hafen von Southampton (Archivbild).

In Großbritannein fehlen Lkw-Fahrer. Das führt einerseits zu Lieferschwierigkeiten für Supermärkte, Tankstellen und Restaurants. Auf der anderen Seite klagen auch die Häfen über Probleme.

London - Kurz vor Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts klagen britische Häfen über einen Rückstau. Containerschiffe würden umgeleitet oder müssten tagelang auf See auf die Einfahrt warten, berichteten britische Medien am Mittwoch.

Unternehmen fürchten, dass es deshalb zu Verzögerungen etwa bei der Lieferung von Spielzeug und elektronischen Gütern kommen könnte. Dass etliche Container auf die Abholung warten, liegt auch an dem eklatanten Mangel an Lastwagenfahrern. Deshalb kann die Ladung nicht ins Hinterland transportiert werden. Zu dem seit Monaten bekannten Problem komme nun die übliche Zunahme durch das anlaufende Weihnachtsgeschäft hinzu, hatte der Verband British Ports Association kürzlich mitgeteilt.

Die Regierung zeigte sich zuversichtlich. „Die Situation verbessert sich“, sagte der Generalsekretär der regierenden Konservativen Partei, Oliver Dowden, am Mittwoch dem Sender Sky News. „Ich bin zuversichtlich, dass die Leute ihre Spielsachen zu Weihnachten bekommen werden.“

Der Fahrermangel ist kein britisches Phänomen, auch in Deutschland und anderen EU-Ländern gibt es viel weniger Lastwagenlenker als benötigt werden. Allerdings spitzt der Brexit die Lage in Großbritannien zu, denn strenge Einwanderungsregeln erschweren den Zuzug von Fachkräften. Die Regierung, die im Zuge des EU-Austritts eine Hochlohn-Gesellschaft schaffen will, hat bis zu 5000 vorübergehende Visa für ausländische Arbeitskräfte ausgelobt, um aktuelle Engpässe zu lösen.

Bereits im Vorjahr hatten Container kurz vor Weihnachten die britischen Häfen verstopft. Das lag damals an den Folgen der Corona-Pandemie und den Brexit-Vorbereitungen, weil viele Unternehmen noch vor dem britischen Austritt aus der EU-Zollunion ihre Lager auffüllen wollten. dpa

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