50 Euro Ersparnis durch neue Pumpe

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Der Austausch der Umwälzpumpe im Heizraum kann den Stromverbrauch senken. Laut Stiftung Warentest sind stromsparende Modell auch nicht zwingend teuer. Foto: panthermedia

Heizungspumpen befördern heißes Wasser aus dem Keller zu den Heizkörpern. Die sparsamsten im Test verbrauchen dabei Strom für nicht mal zehn Euro im Jahr – rund fünfzig Euro weniger als alte Pumpen aus den 1990er-Jahren.

Test

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 14 Umwälzpumpen getestet. Darunter Modelle von Wilo, Grundfos und Biral. Sie kosten zwischen 100 und 690 Euro. Zu den guten Heizungspumpen zählen zwei besonders günstige Modelle aus dem Baumarkt: Die Greenpro Plus AEI 25/4 für 100 Euro und die Pumpe Terragreen 25/6 LPA für 120 Euro.

Höherer Verbrauch als ein Kühlschrank

Eine betagte Heizungspumpe verbraucht oft mehr Strom im Jahr als die Waschmaschine oder der Kühlschrank. Unermüdlich pumpt sie das heiße Wasser vom Heizkessel im Keller zu den Heizkörpern im Haus. Vor allem ungeregelte Standardpumpen, die viele Monteure in den 1990er Jahren in Öl- und Gasheizungsanlagen eingebaut haben, sind wahre Stromfresser: Sie verbrauchen das Sechsfache oder mehr als moderne Hocheffizienzpumpen. Diese passen sich dem Bedarf an: Läuft die Heizung nicht auf Hochtouren, reduziert auch die Pumpe ihre Leistung.

14 sparsame Pumpen im Test

Alte Standardpumpen lassen sich leicht durch eine moderne Sparpumpe austauschen, sofern sie im Keller frei zugänglich und nicht fest in den Heizkessel eingebaut ist. Das Testergebnis spricht fürs Modernisieren: Mit den besonders effizienten Heizungspumpen fallen lediglich Stromkosten in Höhe von acht bis neun Euro im Jahr an.

Mit dem Monteur verhandeln

Bei den Kaufpreisen sind die Unterschiede zwischen den Modellen enorm. Allerdings relativieren sich die Listenpreise von 100 bis 690 Euro in der Praxis: Monteure beratschlagen die Auswahl selten mit dem Kunden. Oft kaufen sie im Großhandel Modelle von Anbietern, die ihnen satte Rabatte gewähren. Einen Teil davon geben sie an den Kunden weiter, der Rest ist ihr Gewinn. Erfahrungsgemäß müssen Besitzer eines Einfamilienhauses mit durchschnittlichen Gesamtkosten von etwa 300 bis 400 Euro für die Pumpe inklusive Montage rechnen.

Vor Kauf im Baumarkt Installateur fragen

Gute und günstige Modelle können Modernisierer auch im Baumarkt kaufen. Vorher sollten sie mit dem Installateur klären, ob dieser die selbst beschaffte Pumpe auch einbaut und was das kostet. Viele Monteure verlangen mehr Geld für die Installation, wenn für sie der Gewinn durch den Rabatt wegfällt. Tipp: Kunden sollten sich vom Heizungsbauer in den Pumpenkauf einbeziehen lassen, ein preiswertes, gutes Modell wählen oder selbst im Baumarkt kaufen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst die Netto-Handwerkerrechnung mit 30 Prozent. Details finden sich unter bafa.de (Rubrik Energie, weiter zu Energieeffizienz, dann Heizungsoptimierung klicken).

Jährliche Ersparnis an Stromkosten

Wie schnell sich die Kosten für den Pumpenwechsel amortisieren, hängt davon ab, wie viel die alte Pumpe verbraucht. Im Test hat die Stiftung Warentest ein Modell aus den 1990er Jahren mitgeprüft. In 4000 Stunden – einer Heizperiode – verbrauchte sie 221 Kilowattstunden. Das macht rund 62 Euro – das Sechsfache moderner Pumpen. Nach sechs bis sieben Jahren sind die Kosten für die neue Pumpe wieder drin.

Pumpenbetrieb im Sommer

Oft geht die Amortisierung sogar schneller, weil viele alte, ungeregelte Modelle rund um die Uhr laufen, auch wenn die Heizkörper im Sommer kalt bleiben. Schalten Hausbewohner die Anlage im Keller dann nicht aus, kostet die alte Pumpe rund 140 Euro im Jahr – und der Pumpentausch amortisiert sich schon nach drei Jahren. Moderne Systeme schalten bei warmen Außentemperaturen von selbst in den Sommerbetrieb. Der Kessel erhitzt dann nur das Trinkwasser fürs Duschen, Baden und Spülen. Viele verschenken trotzdem Geld, weil ihre Heizungsanlage nicht optimal eingestellt ist – ein Pumpenwechsel lohnt sich.

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