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Sozialhilfe

Hartz IV: Empfängerin versteht Beschwerden über Regelsatz nicht - „Können nicht mit Geld umgehen“

  • Patricia Huber
    VonPatricia Huber
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Eine Mutter von drei Kindern lebt von Hartz IV - und wundert sich über Bezieher, die mit dem Regelsatz nicht auskommen.

München - Der aktuelle Hartz-IV-Regelsatz wurde besonders in den vergangenen Wochen immer wieder stark kritisiert. Zum Jahresbeginn wurde dieser um drei Euro auf 449 Euro pro Monat erhöht. Angesichts der derzeitigen Inflationsrate von 7,4 Prozent (Stand: April 2022) halten viele die geringe Erhöhung für absolut unzureichend. Doch eine Dreifach-Mutter, die selbst von Hartz IV lebt, kann diese Beschwerden überhaupt nicht nachvollziehen.

Hartz IV: Mutter kommt gut mit dem Regelsatz aus

Gegenüber Focus berichtet die Mutter von Kindern im Alter von 16, 14 und 10 Jahren, wie sie mit den enormen Preissteigerungen in allen Lebensbereichen klarkommt. „Wir merken die Preissteigerung schon auch, allerdings in der Form, dass wir jetzt am Monatsende statt vielleicht 60 Euro nur noch 20 oder 30 Euro übrighaben. Von nicht satt werden kann also keine Rede sein“, macht sie deutlich. Sie sagt, sie schäme sich, wenn sie Leute über die Regelsätze jammern höre.

„Ganz ehrlich: Wenn Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger in diesen Tagen besonders laut jammern, kommt mir das fast so vor, als hätte der ein oder andere nur auf den nächsten Vorwand gewartet. Nach dem Motto: Spätestens jetzt muss das doch wirklich der letzte kapieren, dass man mit so wenig Geld nicht satt werden kann“, ärgert sich die Mutter.

Hartz IV: Fünfköpfige Familie lebt von 1500 Euro im Monat

Der fünfköpfigen Familie stehen monatlich 1500 Euro zur Verfügung. Etwa 450 Euro erhält sie vom Amt. Dazu kommen 332 Euro Rente von ihrem Mann, der vor ein paar Jahren einen Unfall hatte. Außerdem noch 663 Euro Kindergeld und 200 Euro aus dem 450-Euro-Job ihres Mannes. Nur 200 Euro, weil das Amt 250 Euro vom Verdienst abzieht. Für sie ist es unverständlich, dass manche Hartz-IV-Empfänger nichts hinzuverdienen wollen, wenn der Staat dann einen großen Teil davon wieder einkassiert.

Für die Dreifach-Mama ist klar: Wer am Ende des Monats nur noch von Toastbrot und Nudeln lebt, ist selbst schuld: „Die Wahrheit ist, dass diese Leute schlicht nicht mit Geld umgehen können. Sie planen nicht.“ Sie selbst kauft nach eigenen Angaben zu 80 bis 90 Prozent nur Angebotsware. „Anders geht es nicht“, sagt sie.

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Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago Images

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