Differenziertes Deutschland-Bild

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Kanzlerin Angela Merkel mit Hitler-Bart, Finanzminister Wolfgang Schäuble als Zuchtmeister der Finanzwirtschaft in Europa: Bei Demonstrationen in Nikosia werden mitunter alle Register gezogen, um die als Diktat empfundenen deutschen Forderungen im Umgang mit der Krise zu kritisieren.Im Alltag auf den Straßen zeigt sich das Meinungsbild deutlich differenzierter.

Auch auf dem vorläufigen Höhepunkt der Bankenkrise konnten sich Deutsche auf den Straßen bewegen, ohne Anfeindungen zu erleben. „Wir wissen, dass Merkel wohl ihre Wahlen verlieren würde, wenn sie Geld in einem Fass ohne Boden versenken würde“, meint eine Geschäftsfrau in Nikosia. „Wir können das verstehen. Aber die Einschnitte sind nun sehr hart.“

„Meine Wut ist so groß. Auf unsere Politiker, unsere Banken, auch auf mich selbst“, sagt Kyriakos Angelides, ein Mitarbeiter eines zyprischen Wirtschaftsverbandes. „In meinem Kopf ist aber die Vorstellung einer Verschwörung entstanden.“ Dabei habe er deutsche Gesprächspartner und ihre Kenntnisse in den vergangenen Jahren schätzen gelernt. „Niemand sonst geht Probleme mit so großer Ernsthaftigkeit an. Ich habe so großen Respekt vor den Deutschen.“

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