Börse in Frankfurt

US-Jobdaten treiben Dax über 13 100 Punkte

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Erfreuliche Daten vom US-Arbeitsmarkt haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag frische Aufwärtsimpulse gegeben. Der Dax zog an und übersprang wieder die wichtige Marke von 13.100 Punkten.

Zum Handelsschluss legte der Leitindex um 0,86 Prozent auf 13.166,58 Punkte zu, was auf Wochensicht einem Verlust von 0,53 Prozent entspricht. Der MDax gewann 0,71 Prozent auf 27.343,84 Zähler.

Die US-Wirtschaft hat im November deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem wurde der Stellenzuwachs in den beiden Vormonaten nach oben korrigiert. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent und damit wieder auf das Niveau von September, als die Arbeitslosenquote in der größten Volkswirtschaft der Welt den tiefsten Stand seit 50 Jahren erreicht hatte.

Auch in Europa reagierten die Märkte positiv: Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, legte um 1,21 Prozent zu, genauso wie der französische Leitindex Cac 40. In Großbritannien ging es im FTSE 100 zum Börsenschluss um 1,43 Prozent nach oben, während der Dow Jones Industrial zu dem Zeitpunkt mit 1,20 Prozent im Plus stand.

Im Wochenverlauf hatten immer neue, widersprüchliche Meldungen zum US-chinesischen Zollstreit den Dax auf Achterbahnfahrt geschickt. Zeitweise war er so auch wieder unter 13.000 Punkte gesackt.

Unter den Einzelwerten im Dax richtete sich das Interesse besonders auf FMC und die Lufthansa. Die Aktie des Dialysespezialisten gab um 1,64 Prozent nach und war damit Schlusslicht im Leitindex. Die US-Bank Morgan Stanley sieht Risiken für die von FMC ausgegebenen Ziele für das kommende Jahr und stufte das Papier ab. Die Papiere der Lufthansa gehörten indes zu den Dax-Favoriten mit plus 1,46 Prozent. Die Investmentbank Mainfirst rechnet 2020 für die Fluggesellschaft mit besser laufenden Geschäften als 2019. Im insgesamt starken Tech-Sektor gewannen Infineon mehr als 4 Prozent dazu und rückten damit an die Dax-Spitze.

Im MDax war das Papier von Carl Zeiss Meditec nach endgültigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 Schlusslicht mit minus 6,36 Prozent. Spitzenwert im Index der mittelgroßen Werte war die Kion-Aktie mit plus 4,49 Prozent, während im SDax der Anteilsschein von Jungheinrich um 4,19 Prozent zulegte. Beide Gabelstaplerhersteller profitierten von einer frisch ausgesprochenen Kaufempfehlung der Mainfirst-Analysten.

Der Immobilienkonzern Patrizia legte auf dem zweiten Platz im SDax zudem um 5,24 Prozent zu. Das Unternehmen kauft in Europa für über eine Milliarde Euro Logistikimmobilien mit einer Gesamtfläche von mehr als 1,4 Millionen Quadratmetern.

Der Euro kostete zuletzt 1,1052 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1094 (Donnerstag: 1,1094) Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei minus 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 144,30 Punkte. Der Bund-Future (März-Kontrakt) gab um 0,04 Prozent auf 172,13 Punkte nach.

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