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Daten-Weitergabe Klage gegen WhatsApp Berlin – Es ist das juristisch bislang schärfste Schwert im Kampf von Kunden und V...

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Deutsche Verbraucherschützer ziehen in ihrem Streit mit WhatsApp nun vor Gericht. Es geht um die Weitergabe der Telefonnummern von Nutzern an Facebook.

Daten-Weitergabe Klage gegen WhatsApp Berlin – Es ist das juristisch bislang schärfste Schwert im Kampf von Kunden und Verbraucherschützern gegen massenhaften Austausch persönlicher Nutzerdaten.

Klage gegen WhatsApp

Berlin – Es ist das juristisch bislang schärfste Schwert im Kampf von Kunden und Verbraucherschützern gegen massenhaften Austausch persönlicher Nutzerdaten.Die Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) hat nun am Landgericht Berlin Klage gegen den von Millionen Menschen genutzten Messengerdienst WhatsApp eingereicht. Sie will damit gerichtlich untersagen lassen, dass er massenhaft Nutzerdaten wie Handynummern an seinen Mutterkonzern Facebook oder Töchter wie den Onlinedienst Instagram zu Werbezwecken weitergibt.

Eine zuvor geforderte Unterlassungserklärung habe WhatsApp abgelehnt, erklärte Carola Elbrecht. „Jetzt greifen wir zum Instrument der Verbandsklage“, sagt die Rechtsreferentin der Vzbv-Marktwächter Dititale Welt. Sie hofft dabei auf eine Signalwirkung mit einem Erwachen vieler Verbraucher, die oft gar nicht wüssten, was Konzerne wie Facebook mit ihren Daten anstellen. Zudem werden Facebook und WhatsApp mit der Klage juristisch in die Zange genommen. Seit vergangenen Herbst streitet sich bereits der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Kaspar, wegen der geänderten Nutzungsrichtlinien der beiden US-Konzerne mit Facebook vor dem Verwaltungsgericht der Hansestadt. Von dort aus betreibt der Konzern das deutschsprachige Werbegeschäft. „Wir konzentrieren uns auf WhatsApp, die Hamburger auf Facebook“, erklärt Elbrecht das gemeinsame Vorgehen.

Kaspar wie Vzbv halten die Richtlinien der US-Konzerne zur Nutzung von Kundendaten für rechtswidrig. Sie ermöglichen ihnen deren Austausch innerhalb der gesamten Facebook-Gruppe. So will WhatsApp alle Telefonkontakte seiner Kunden an Facebook übermitteln, auch solcher, die kein Facebook-Profil haben, erläutert Elbrecht. Betroffen seien ferner Nummern von Menschen, die selbst gar keine WhatsApp-Nutzer sind und lediglich im privaten Handy-Telefonbuch eines solchen gespeichert sind. Diese Nummern saugt die WhatsApp-Software automatisch ab.

Mit der Ankündigung, das und noch mehr zu tun, hatten Facebook und WhatsApp vorigen August für einen bundesweiten Aufschrei gesorgt. Das Duo beteuert, den Datentransfer mittlerweile ausgesetzt zu haben. „Nachprüfen kann das niemand“, bedauert Elbrecht. Der Vzbv habe keine Kontrollmöglichkeiten. Zudem will er mit der Klage die Löschung bereits übermittelter Daten erzwingen sowie acht Klauseln in den Nutzungsrichtlinien zu Fall bringen. Beispielsweise behält sich der US-Konzern darin das Recht vor, seinen Nutzern ohne deren Einwilligung auch Werbematerial aus der Facebook-Gruppe zukommen zu lassen. Facebook hatte 2014 WhatsApp für rund 20 Milliarden Dollar übernommen und dabei erklärt, zwischen beiden Diensten keine Nutzerdaten auszutauschen.

t. magenheim-hörmann

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