Chronologie eines milliardenschweren Fehlkaufs

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-22. Mai 2007: Die BayernLB kauft für rund 1,6 Milliarden Euro die Mehrheit an der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA).

-7. Mai 2008: Die BayernLB verkündet einen Verlust vor Steuern von 770 Millionen für das erste Quartal.

-28. November 2008: Ministerpräsident Horst Seehofer kündigt ein Rettungspaket von mehr als 30 Milliarden Euro für die BayernLB an.

-23. Januar 2009: Die BayernLB beziffert den operativen Verlust für 2008 auf fünf Milliarden Euro.

-11. November 2009: Die BayernLB gibt bekannt, dass sie wegen der hohen Risikovorsorge für faule Kredite und Wertberichtigungen bei der HGAA einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro erwartet.

-14. Dezember 2009: Die HGAA geht an Österreich zurück und soll komplett verstaatlicht werden. Das Debakel hat die BayernLB mehr als drei Milliarden Euro gekostet. BayernLB-Chef Michael Kemmer erklärt seinen Rücktritt.

-9. Februar 2010: Die Staatsanwaltschaft München durchsucht Büros des Bayerischen Städtetags und des Sparkassenverbandes. Hintergrund ist ein Untreue-Verdacht im Zusammenhang mit dem Kauf der HGAA.

-25. Februar 2010: Der Untersuchungsausschuss zum BayernLB-Debakel im Landtag nimmt seine Arbeit auf.

-25. Oktober 2010: Der BayernLB-Verwaltungsrat beschließt, gegen sämtliche am Kauf der HGAA beteiligten Vorstände Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

-5. Mai 2011: Die Staatsanwaltschaft München erhebt Anklage gegen acht ehemalige Vorstandsmitglieder. Das Gericht gibt ein Gutachten in Auftrag.

-19. Juni 2012: Vor dem Landgericht München beginnt der Zivilprozess um Schadenersatzforderungen in Höhe von 200 Millionen Euro gegen die früheren Top-Manager. Die BayernLB wirft ihnen Pflichtverletzungen beim Kauf der HGAA vor. Eine Ent-8. August 2013: Bei der Aufarbeitung des Milliarden-Fehlkaufs entbrennt ein handfester Justiz-Streit. Die Staatsanwaltschaft wehrt sich heftig gegen Kritik des Landgerichts, nicht ausreichend gegen Verwaltungsräte der BayernLB vorgegangen zu sein.

-24. Oktober 2013: Das Oberlandesgericht München folgt der Staatsanwaltschaft und verfügt, dass die Anklage gegen die Vorstände – mit Ausnahme eines früheren Managers – zulässig ist.

-27. Januar: Der Prozess beginnt.  dpa

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