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Debatte um Elektrobusse

Nach zwei Bränden: 149 Elektrobusse in Paris aus dem Verkehr gezogen

Feuerwehrmann im Einsatz: Etwa 15 Feuerwehrfahrzeuge waren beim Brand eines Elektrobusses in Paris im Einsatz.
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Etwa 15 Feuerwehrfahrzeuge waren beim Brand eines Elektrobusses in Paris im Einsatz. (Symbolbild)
  • Lisa Mayerhofer
    VonLisa Mayerhofer
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Die Pariser Verkehrsgesellschaft hat nach zwei Bränden in Elektrobussen reagiert – knapp 150 dieser Fahrzeuge sollen nun nicht mehr zum Einsatz kommen. Auch in Deutschland gab es einen Vorfall.

Paris – Dicke, schwarze Rauchwolken stiegen am frühen Freitag im Südosten von Paris auf – ein Elektrobus der Pariser Verkehrsgesellschaft RATP hatte Feuer gefangen und brannte lichterloh. Glücklicherweise wurde niemand verletzt: „Der Busfahrer hat alle Passagiere in Sicherheit gebracht“, erklärte die RATP zum jüngsten Zwischenfall am Freitagmorgen. Etwa 15 Feuerwehrfahrzeuge waren dabei im Einsatz.

Schon zweiter Brand des gleichen Elektrobus-Modells in Paris

Doch da dies schon der zweite Brand des gleichen Elektrobus-Modells war, hat die Pariser Verkehrsgesellschaft 149 dieser Fahrzeuge vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Dies sei „eine Vorsichtsmaßnahme“, teilte die RATP mit. Die Ursache der zwei Brände innerhalb eines Monats war zunächst noch unklar. Menschen waren nicht verletzt worden.

Die Anzahl der aus dem Verkehr gezogenen Fahrzeuge entspricht etwa einem Drittel der Elektrobusse in Paris. Die RATP mahnte den Hersteller Bolloré, die Ursache der Brände schnell zu klären. Der regionale Zweig des Fahrgastverbands FNAUT bezeichnete die Brände als „besorgniserregend“ und forderte „rasche Abhilfemaßnahmen seitens des Herstellers“.

Brände in Busdepots: Debatte über Elektrobusse und Sicherheit in Deutschland

Auch in Deutschland kam es schon bei den Nahverkehrsgesellschaften zu Bränden im Zusammenhang mit Elektrobussen. Im vergangenen Herbst brannte es in einem Stuttgarter Busdepot. 25 Busse wurden zerstört, die Schäden beliefen sich auf Millionenhöhe. Auslöser war wohl der Ladevorgang eines Elektrobusses, zitiert ntv das baden-württembergische Landeskriminalamt nach ersten Ermittlungen.

Der Stuttgarter Großbrand veranlasste daraufhin die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG, Elektrobusse des gleichen Typs außer Betrieb zu nehmen und weitere Ermittlungserkenntnisse abzuwarten. Vor dem Stuttgarter Großbrand gab es schon in zwei weiteren Busdepots in Deutschland Brände mit erheblichen Schäden – und unklarer Ursache.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sieht dabei nicht das Problem bei den Elektrobussen: „Wir haben keine Häufung von Schäden durch die Elektromobilität“, sagt der Geschäftsführer Technik vom VDV, Martin Schmitz gegenüber der Tagesschau. „Wir haben in den vergangenen Jahren die Busdepots immer weiter verdichtet. Es gab einen starken Nachfragezuwachs, mehr Busse, aber nicht unbedingt mehr Depots. Wenn Fahrzeuge mit einem Abstand von weniger als einem Meter zueinanderstehen, dann ist die Gefahr groß, dass andere Fahrzeuge mit anfangen zu brennen.“ Mit Material der AFP

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