Bonbons „ohne Zucker“ enthalten oft viele Kalorien

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Süße Dickmacher. Auch Zuckeraustauschstoffe haben Kalorien. panthermedia

wochenmarkt . „Bon“ – französisch „gut“, riefen angeblich bereits die Kinder anlässlich der Hochzeit des französischen Königs Henri IV.

im Jahr 1572. Er ließ damals etwas Zuckerware an das arme Volk verteilen. Und weil dieser einmalige Genuss gar so fein war, riefen die Beschenkten: „Bon! Bon!“

Der Süßwarenverband verzeichnet etwas rückläufige Zahlen für Kräuter- und Hustenbonbons. Dafür nimmt der Verzehr von Hartkaramellen zu. Da freut sich mitunter auch der Zahnarzt, denn der klebrige Zucker wirkt gerne kariogen. Werden der Bonbon-Masse allerdings Zuckeraustauschstoffe oder Süßstoffe zugesetzt, kann den Zähnen kaum etwas passieren. Diese Art der Süßungsmittel wird von den Bakterien in der Mundflora nicht oder kaum abgebaut. Sie wirken deshalb nicht kariesfördernd.

Wer allerdings glaubt, der Aufdruck „ohne Zucker“ sei ein Garant für null Kalorien, täuscht sich. Während Süßstoffe nahezu kalorienfrei sind, liefern Zuckeraustauschstoffe durchschnittlich 2,4 Kilokalorien pro Gramm. Zum Vergleich: Zucker hat etwa vier Kilokalorien pro Gramm. Ein für Bonbons am häufigsten verwendeter Zuckeraustauschstoff ist Isomalt. Er schmeckt fast so wie gewöhnlicher Haushaltszucker, hat aber nur halb so viele Kalorien. Interessanterweise müssen mit Isomalt hergestellten Bonbons auch nicht einzeln verpackt werden. Sie kleben selbst bei höheren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit nicht zusammen.

Sorbit, Maltit, Lactit und Isomalt werden als Zuckeralkohole bezeichnet. Sie sind nicht zu verwechseln mit Alkohol in Spirituosen. Die Süßkraft liegt etwa bei 50 bis 70 Prozent im Vergleich zum Haushaltszucker. Dennoch sollte der Konsum beispielsweise von Isomalt auf maximal 20 bis 30 Gramm pro Tag eingeschränkt werden. Diese Empfehlung gilt für Erwachsene. Kinder reagieren mitunter bereits bei kleineren Mengen, denn die Stoffe können Blähungen und Durchfälle hervorrufen. Wechselwirkungen mit Medikamenten, Konservierungsstoffen oder anderen Zusatzstoffen sind bislang nicht erforscht.

Seit 2006 ist in Europa der Zuckeraustauschstoff Erythrit zugelassen. Er ist im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen besser verträglich, weil er bis zu 90 Prozent bereits im Magen und Zwölffingerdarm aufgenommen und direkt über die Nieren ausgeschieden wird. So bleiben unerwünschten Störungen weitgehend aus. Erythrit bewirkt keine Erhöhung des Blutzuckerspiegels und beeinflusst damit die Insulinausschüttung nicht. Ob Zucker, Honig, Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe – auch hier passt wieder die Weisheit des Paracelsus: Allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift ist“.

Energiebällchen

Zutaten: acht Esslöffel zarte Haferflocken, jeweils ein Esslöffel Honig, Korinthen (oder anderes Trockenobst) und gehackte Nüsse, etwas geriebene Zitronenschale und Kardamom, ein Esslöffel Sesammus.

Zubereitung: Alle Zutaten mischen und gut verkneten, zu kleineren Kugeln formen, in Sesam wälzen und in Aufbewahrungsboxen geben. Die Bällchen sind ein idealer Snack für zwischendurch.

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