BayernLB-Prozess zieht sich hin

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München – Auch eineinhalb Jahre nach dem Beginn ist im Prozess um Schadenersatz gegen die ehemaligen Vorstände der BayernLB kein Abschluss in Sicht. Nach einem Beschluss des Landgerichts München soll nun zunächst ein Gutachter die Umstände des Kaufs der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) unter die Lupe nehmen.

Der Sachverständige Matthias Popp solle unter anderem klären, ob die Osteuropastrategie der BayernLB einen Zuschlag auf den Kaufpreis der HGAA gerechtfertigt habe, sagte die Vorsitzende Richterin Isabel Liesegang. Als Vorschuss für das Gutachten sollen beide Seiten jeweils 100 000 Euro zahlen. In dem Zivilverfahren fordert die BayernLB 200 Millionen Euro Schadenersatz von ihren früheren Vorständen. Die Landesbank wirft ihnen Pflichtverletzungen beim Kauf der Krisenbank HGAA im Jahr 2007 vor, die der Bank Milliardenverluste eingebrockt hatte. Der Kaufpreis von mehr als 1,6 Milliarden Euro soll viel zu hoch gewesen sein. Wegen der Übernahme müssen sich sieben ehemalige Vorstände seit Montag auch in einem Strafprozess verantworten.  dpa

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