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Aufseher nehmen Europas Banken unter die Lupe

Frankfurt – Europas Bankenaufseher haben erneut nach möglichen Altlasten oder Kapitallöcher in den Bilanzen der Kreditinstitute gesucht.

Die Ergebnisse des jüngsten Stresstests wollte die europäische Bankenaufsicht EBA am Freitagabend veröffentlichen (zu Redaktionsschluss lagen die Ergebnisse noch nicht vor). Eines war aber bereits vorher klar: Besonders im Blick des jüngsten Stresstests standen italienische Banken. Die Institute sitzen auf einem Berg an faulen Krediten, bei denen Kunden Probleme mit der Rückzahlung haben.

Neben den italienischen Banken mussten sich in Europa insgesamt 51 Institute aus 16 Ländern dem Stresstest stellen. Darunter waren auch neun deutsche Institute: BayernLB, Commerzbank, Dekabank, Deutsche Bank, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), NordLB, NRW.Bank und Volkswagen Financial Services. Die genossenschaftliche DZ Bank wurde verschont wegen ihrer im August bevorstehenden Fusion mit der Düsseldorfer WGZ.

Geprüft wurde, ob die Geldhäuser genügend Kapitalpuffer haben, um einen Absturz der Wirtschaft und einbrechende Immobilienpreise zu verkraften. Auf Basis der Geschäftszahlen zum Jahresende 2015 mussten die Institute verschiedene Szenarien durchrechnen. Neu war dabei, dass Rechtsrisiken einbezogen wurden – etwa zu zahlende Strafen. Solche Tests sollen Risiken in Bankbilanzen offenlegen und Vertrauen in die Stabilität der Finanzbranche schaffen. Die Erfahrungen mit früheren Untersuchungen dieser Art sind jedoch durchwachsen.

Parallel zu dem aktuellen EBA-Test untersuchte die Europäische Zentralbank (EZB) als zentrale Bankenaufsicht für die Eurozone in einer abgespeckten Variante 56 weitere Kreditinstitute aus der Währungsunion. Veröffentlicht wird nur der EBA-Teil.

Bereits im Vorfeld hagelte es zum Teil heftige Kritik am Vorgehen der Aufseher. Beim akutellen Stresstest stößt vielen übel auf, dass zwar das derzeit unrealistische Szenario steigender Zinsen untersucht wurde, nicht aber die Folgen weiter sinkender Zinsen. „Die Aufseher hätten gut daran getan, auch ein Null- oder Minuszinsszenario einzubeziehen“, kritisierte etwa der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Michael Kemmer. Als Grund sehen Kritiker Interessenkonflikte innerhalb der EZB. Die Notenbank hat mit ihrer ultralockeren Geldpolitik Banken Erträge genommen, ist aber zugleich zentraler Aufseher für große Institute.

Bei den teilnehmenden deutschen Instituten rechnet der Bundesverband deutscher Banken (BdB) allerdings nicht mit größeren Problemen.  dpa

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