AUTOMOBILINDUSTRIE

Audi stellt sich hinter Stadler – Zetsche stellt sich Aktionären

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Ingolstadt – Bereits am Vortag hat der Aufsichtsrat von VW beschlossen, der Hauptversammlung die Entlastung aller gegenwärtigen Vorstände und Aufsichtsräte zu empfehlen.

Es wäre eine Sensation gewesen, wenn die Tochter Audi gestern zu einem anderen Ergebnis gekommen wäre. Trotz Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen der Diesel-Abgas-Manipulationen sitzt Audi-Chef Rupert Stadler nach wie vor fest im Sattel. Lediglich die Entlastung von Stefan Knirsch, des bereits abgesetzten Entwicklungsvorstands, soll vertagt werden – ein Schritt, dem spätere Schadensersatzansprüche folgen könnten.

Unterdessen musste sich wegen der Diesel-Abgase auch Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der gestrigen Hauptversammlung den Aktionären stellen. „Können Sie Entwarnung geben, dass wir nicht ein Volkswagen 2.0 werden?“, fragte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Jens Hilgenberg von den Kritischen Aktionären hatte sich bereits ein Urteil gebildet: Auch Daimler trage Verantwortung für die hohen Belastungen mit Feinstaub und Stickoxiden in Städten, sagte er. „Ethisch und moralisch ist das nicht akzeptabel.“ Neben der US-Justiz hat auch die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf Abgasmanipulationen bei Dieselautos von Mercedes aufgenommen.  mp/dpa

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