Was ist mit der alten Küche?

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Manchmal sind mitvermietete Dinge nicht wirklich kaputt, aber einfach alt und abgenutzt.

Die Küche zum Beispiel, die schon da war, als man einzog und die heute völlig veraltet ist. Muss der Vermieter eine Neue anschaffen? Eigentlich schon, meint Monika Schmid-Balzert vom Mieterbund Bayern – jedenfalls dann, wenn die Küche vom Vermieter gestellt wurde und nicht vom Vormieter abgelöst. Denn die Instandsetzung von mitvermieteten alten wie kaputten Dingen, also auch von Einbauküchen, ist Vermietersache. Auch ein uralter abgewetzter Boden muss ausgetauscht werden. Aber Vorsicht: „Manche Instandsetzungen rechtfertigen einen Zuschlag im Rahmen einer Mieterhöhung nach dem Mietspiegel“, warnt die Verbraucherschützerin. Im Fall der Küche zum Beispiel bedeuten schon ein Ceran- oder Induktionsfeld beim Herd eine entsprechende Aufwertung. Und das kann sich negativ auf den Geldbeutel auswirken, wenn eine Mieterhöhung ansteht. Denn auf den dann erhöhten Wert im Mietspiegel kann sich der Vermieter berufen. Deshalb überlegt so mancher Mieter, selbst in die Wohnung zu investieren, also unter Umständen selbst eine neue Küche anzuschaffen. Doch auch dann muss man den Vermieter kontaktieren. Denn: „Die alte Küche gehört dem Vermieter. Der Mieter kann sie nicht einfach entsorgen“, so Schmid-Balzert. Theoretisch müsste man sie sogar einlagern und nach Auszug wieder aufstellen. In der Regel wird man sich aber mit dem Vermieter einigen können. Zum Beispiel könnte man vereinbaren, dass der Vermieter nur einen Nachmieter auswählt, der bereit ist, für die Küche eine Ablöse zu bezahlen.  com

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