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Handwerker kritisieren VW-Chef; Weniger Diesel-Autos in Frankreich ; Geldhäuser parken Milliarden in Tresoren ; Saudi-Arabien führt Mehrwertsteuer ein

Handwerker kritisieren VW-Chef

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat Forderungen von VW-Chef Matthias Müller nach Auslaufen der Dieselsubventionen kritisiert.„Uns wurden diese Fahrzeuge auch mit dem Argument verkauft, dass der Diesel weniger verbraucht und der Kraftstoff günstiger ist. Wenn Hunderttausende daraufhin ein entsprechendes Fahrzeug gekauft haben, und dann der größte Hersteller für die Abschaffung der Dieselsubvention plädiert, dann ist das erstaunlich kundenfeindlich“, sagte Wollseifer dem „Tagesspiegel“.

Weniger Diesel-Autos in Frankreich

Der Marktanteil von Diesel-Autos in Frankreich ist erstmals seit dem Jahr 2000 unter 50 Prozent gerutscht. Gut 47 Prozent der im vergangenen Jahr neu zugelassenen Personenwagen haben einen Dieselmotor, wie der französische Autohersteller-Verband CCFA am Montag mitteilte. Der Anteil der Benziner lag knapp über dem der Selbstzünder. 2016 waren noch mehr als 52 Prozent der Neuwagen in Frankreich Diesel-Fahrzeuge, 2012 sogar mehr als 70 Prozent.

Geldhäuser parken Milliarden in Tresoren

Finanzhäuser in Deutschland bunkern nach Angaben der Bundesbank wegen der Strafzinsen weiterhin Milliarden Euro in Tresoren. „Aktuell werden noch immer knapp über zehn Milliarden Euro von Kreditinstituten als Bargeld gehortet, um Negativzinsen zu entgehen“, sagte Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele. In den vergangenen Monaten habe sich der Wert nur geringfügig erhöht. Eine weitere Zunahme sei nicht auszuschließen – allerdings beschränkt durch Tresorkapazitäten.

Saudi-Arabien führt Mehrwertsteuer ein

Erstmals in ihrer Geschichte haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate eine Mehrwertsteuer eingeführt. Saudi-Arabien flankierte den Schritt am Montag zudem mit einer nicht angekündigten Erhöhung der Benzinpreise um bis zu 127 Prozent. Die Golfstaaten leiden bereits seit einiger Zeit unter den niedrigen Weltmarktpreisen für Rohöl und suchen daher nach anderen Wegen, ihre Haushaltskassen aufzufüllen. Die neu eingeführte Mehrwertsteuer beträgt fünf Prozent und ist für die meisten Produkte und Dienstleistungen fällig.

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