Aktuelles in Kürze

Weg frei für Übernahme von Alno; Linde erwägt Abzug aus Dresden; Fusion der Ferienflieger

Weg frei für Übernahme von Alno

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Küchenherstellers Alno durch die bosnische Unternehmerfamilie Hastor genehmigt. Das teilte das baden-württembergische Unternehmen mit. Die Beteiligungsfirma Tahoe, die zum Firmenimperium der Hastors gehört, übernimmt weitere 14 Prozent der Stammaktien vom US-Hausgerätehersteller Whirlpool und wird mit künftig knapp 17 Prozent größter Aktionär bei Alno. Entsprechend ziehen auch Tahoe-Vertreter in den Aufsichtsrat ein. Der Küchenhersteller kämpft seit Langem mit roten Zahlen.

Linde erwägt Abzug aus Dresden

Der Industriegase-Konzern Linde erwägt, seinen Standort in Dresden mit rund 500 Mitarbeitern zu schließen. Ein Konzernsprecher sagte in München, die Schließung sei eine Option. Verhandlungen mit den Arbeitnehmern liefen. Ob eine Entscheidung noch vor Weihnachten getroffen werde, sei fraglich. Der Dresdner Betriebsratschef Frank Sonntag sagte der „Sächsischen Zeitung“, im Linde-Werk Pullach bei München würden 20 Prozent der Stellen abgebaut, aber nur in Dresden gingen die Lichter aus. Es gebe noch keinen Zeitplan. Er bezweifle, dass ernsthaft nach Alternativen gesucht wurde. „Man bohrt das Brett an der dünnsten Stelle.“ Linde hat ein Sparprogramm mit Stellenabbau angekündigt.

Fusion der Ferienflieger

Der Tui-Aufsichtsrat hat die geplante gemeinsame Ferienfluggesellschaft von Tuifly, Air Berlin und Etihad gebilligt. Er stellte damit eine wichtige Weiche für die Neuordnung. Der konzerneigene Ferienflieger Tuifly soll in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden. Auslöser der Neuordnung ist eine Umstrukturierung der defizitären Air Berlin – ein Drittel der Tui-Flotte fliegt für die Berliner Airline.

Kommentare