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Weniger Arbeitslose in Bayern; Immer mehr langfristige Boni ; Verbraucher geben 2015 noch mehr aus; Gazprom-Deal nicht ausgeschlossen; Diskriminierung: Klage erfolglos

Weniger Arbeitslose in Bayern

Der bayerische Arbeitsmarkt hat sich im März spürbar verbessert. Experten erwarten, dass die Zahl der Jobsucher deutlich unter 290 000 gesunken ist. „Das sind in erster Linie konjunkturelle Gründe. Dazu tragen der schwache Euro und der niedrige Ölpreis bei – das lässt die Wirtschaft brummen“, erläuterte ein Fachmann im Münchner Arbeitsministerium die Entwicklung. „Auch die Inlandsnachfrage steigt nach wie vor. Die Zinsen nahe null Prozent befeuern die Konsumbereitschaft.“

Immer mehr langfristige Boni

Vorstandsgehälter hängen zunehmend von der langfristigen Entwicklung des Unternehmen ab. Das ist das Ergebnis einer Analyse der 30 Dax-Konzerne, die von der Managementberatung Kienbaum für die „Welt am Sonntag“ erstellt wurde. Machten 2008 langfristige Boni im Schnitt 17,6 Prozent der Vorstandsvergütungen aus, hat sich der Anteil seitdem mehr als verdoppelt: 2014 bestanden die Vorstandsvergütungen der Untersuchung zufolge im Schnitt zu 40,5 Prozent aus erfolgsabhängigen Boni, die erst nach drei, fünf oder mehr Jahren ausgezahlt werden.

Verbraucher geben 2015 noch mehr aus

Bei den Verbrauchern in Deutschland sitzt das Geld angesichts niedriger Inflation und spürbarer Lohnerhöhungen derzeit locker. Nach Einschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) wird der private Konsum in diesem Jahr sogar noch stärker steigen als 2014 und damit die Konjunktur weiter anschieben. „Das RWI prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg des privaten Konsums von 2,6 Prozent – das wären 1,4 Prozentpunkte mehr als 2014“, sagte RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn der „Wirtschaftswoche“.

Gazprom-Deal nicht ausgeschlossen

BASF-Finanzchef Hans-Ulrich Engel schließt nicht aus, dass der abgesagte Tausch von milliardenschweren Geschäftsteilen mit dem russischen Partner Gazprom zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. In der „geopolitischen Situation“, in der man sich derzeit befinde, sei das zwar wenig wahrscheinlich, sagte Engel. Aber: „Verändern sich die Verhältnisse wieder, dann legen wir uns die Karten neu, sehen uns mit unserem Partner Gazprom in die Augen und überlegen noch einmal.“

Diskriminierung: Klage erfolglos

Eine Ex-Mitarbeiterin der namhaften US-Wagniskapitalfirma Kleiner Perkins Caufield & Byers ist mit einer Diskriminierungsklage gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber gescheitert. Geschworene in San Francisco entschieden, dass die Firma sie nicht schlechter behandelt habe, weil sie eine Frau ist. Ellen Pao, eine langjährige KPCB-Mitarbeiterin hatte 16 Millionen Dollar Schadenersatz gefordert, unter anderem weil sie als Frau bei Beförderungen übergangen worden sei. Die Geschworenen sahen das anders.

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