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Amazon-Mitarbeiter streiken wieder; Douglas prüft Übernahmen; Börsen im überblick; Zinsentscheidung im Fokus der Anleger

Amazon-Mitarbeiter streiken wieder

Seit einem Jahr bestreikt Verdi immer wieder den Online-Versandhändler Amazon – und das soll auch so weitergehen. „Wir können das lange durchhalten. Es sind zwei Parteien, die auf einen langen Atem setzen. Mal sehen, wer den längeren hat“, sagte Gewerkschaftschef Frank Bsirske in Leipzig. Dort und im Logistik-Zentrum in Bad Hersfeld begann Verdi am Freitag mit einem zweitägigen Ausstand. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich am Freitag an beiden Standorten jeweils um die 300 Beschäftigte.

Douglas prüft Übernahmen

Die Douglas-Gruppe soll in Deutschland durch Übernahmen von kleinen und mittleren Parfümerien in den Regionen stärker aufgestellt werden. Einen entsprechenden Bericht der „Lebensmittelzeitung“ bestätigte das Unternehmen am Freitag. Douglas sei auf lokaler und regionaler Ebene an Zukäufen interessiert. Dabei hat das Hagener Unternehmen, das vor eineinhalb Jahren mehrheitlich von dem Investor Advent übernommen worden war, sowohl Kooperationen wie auch Zukäufe von inhabergeführten Parfümerien in den Blick genommen.

Börsen im überblick

Zinsentscheidung im Fokus der Anleger

Die neue Woche steht am deutschen Aktienmarkt ganz im Zeichen der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Nachdem der Dax – auch gestützt auf eine erwartete Lockerung der Geldpolitik durch die EZB – in der abgelaufenen Woche von Rekord zu Rekord eilte, steht am Donnerstag die Zinsentscheidung der EZB auf der Agenda. Am Freitag schloss der Dax mit einem Plus von 0,04 Prozent auf 9943,27 Punkte. Im Handelsverlauf war der Index auf eine Bestmarke von 9970,77 Punkten gestiegen. Auf Wochensicht zog das Börsenbarometer um 1,79 Prozent an, im Mai sogar um 3,54 Prozent.

Mit Blick auf die EZB-Zinsentscheidung schrieb Analyst Ulf Krauss von der Landesbank Helaba in einem Kommentar: „Die Erwartungen sind mittlerweile beträchtlich.“ Am Markt gilt eine Senkung des Leitzinses als sicher. Auch wird ein negativer Einlagezins für möglich gehalten. Damit würden Banken im Grunde dafür bestraft, dass sie Geld bei der Zentralbank parken. Dadurch könnte die EZB versuchen, die Finanzinstitute noch stärker zur Vergabe überschüssiger Liquidität in Form von Krediten an Unternehmen zu bewegen, um damit die Konjunktur anzukurbeln.

Sollte die EZB die hohen Erwartungen nicht erfüllen, könnte es am Markt äußerst turbulent werden und die 10 000-Punkte-Marke für den Dax wieder in weite Ferne rücken, sagte Portfolio-Manager Ludwig Donnert von Tao Capital. Je nach dem, wie umfangreich die Währungshüter handeln, sehen einige Börsianer aber durchaus Luft nach oben.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Rendite von 1,07 auf 1,10 Prozent

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