JOINT-VENTURE

Airbus baut Helikopter in China

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Peking – Airbus Helicopters aus Donauwörth wird in den nächsten Jahren 100 Hubschrauber in China bauen.

Deutschlandchef Wolfgang Schoder erklärte gestern beim China-Besuch von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, dass der Baubeginn für das Endmontage-Werk in den nächsten Wochen erfolge. Es soll außerhalb von Qingdao entstehen, der Wirtschaftsmetropole in der bayerischen Partnerregion Shandong.

Derzeit verfügt China lediglich über etwa 300 kommerzielle Hubschrauber, nur ein Zehntel der Zahl in Europa. Den Plan, den massiven chinesischen Ausbau mit Deutschland anzugehen, hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Li Keqiang bereits 2015 eingeläutet, zum Vertragsabschluss kam es jedoch erst in diesem April. Der Umsatz soll bei etwa einer Milliarde Euro liegen. Wegen der strikten Regularien für ausländische Investoren musste Airbus Helicopers ein Joint Venture gründen, bei dem 49 Prozent in chinesischem Besitz bleiben. Der Partner der Donauwörther heißt Jimo.

Der Hubschrauber H135 habe sich eine „weltweit unvergleichbare, einmalige Reputation aufgebaut“, sagte Schoder. Die ersten fünf Exemplare werden noch in Donauwörth produziert, 2019 sollen die nächsten fünf schon in China montiert werden. Anschließend ist eine Produktion von 15 im Jahr anvisiert. Das bayerische Unternehmen will sich zudem um Training der Piloten und die Wartung der Maschinen kümmern. Der Gouverneur von Shandong, Gong Zheng, stellte gestern in Aussicht, noch weitere Projekte in Angriff zu nehmen. mike schier

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare