Winterdienst im Großeinsatz

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- Bad Aibling (ar) - Der Winter ist heuer früh gekommen und oft zwingen heftige Schneeschauer die Arbeiter des Winterdienstes auf die Straßen.

Diese schneefrei zu halten, erfordert harte Arbeit und viel Streugut - über 200 Tonnen Salz haben die Bauhofmitarbeiter unter der Leitung von Peter Stefan schon ausgestreut.

Etwa um 2.30 Uhr beginnt bei Schneefall ein durchschnittlicher Arbeitstag für die Räummannschaften. Dann rücken 22 Arbeiter des städtischen Bauhofs mit dem speziell für den Winterdienst ausgestatteten Lastkraftwagen, drei großen Räumern, zwei Multicars, drei Schmalspurräumern, einem Kleinlaster und seit neuestem einem Kleinschlepper aus.

Mit diesem Fuhrpark müssen Stefan zufolge über 120 Kilometer Straßen im Aiblinger Gebiet geräumt werden, was sich aus verschiedenen Gründen schwieriger als früher gestaltet. Zum einen sei das zu räumende Gebiet im Vergleich zum Vorjahr um einige Wohngebiete erweitert worden. Zum anderen erschwerten die verkehrsberuhigten Zonen und die im Ausbau befindlichen Strecken, wie zum Beispiel die Mangfallstraße, die Arbeit, erläuterte Stefan. Oft müssten statt der großen Lastkraftwagen kleinere Räumfahrzeuge eingesetzt werden, so der Leiter des Bauhofs. Das koste Zeit und sei aufwändiger.

Ein Mehraufwand kommt auf den Bauhof überdies bei Eisbildung zu. Dann muss Splitt gestreut werden, wobei Peter Stefan versucht, die verteilten Mengen möglichst gering zu halten. "Der Splitt auf den Straßen muss als Gefahrgut entsorgt werden, da an ihm Teer, Gummi und Schadstoffe haften bleiben und das ist teuer", erklärte er.

An Salz darf dagegen nicht gespart werden, wenn der Verkehr weiter fließen soll. Mehr als 200 Tonnen wurden Stefan zufolge in diesem Winter bereits verteilt. In diesen Tagen seien noch einmal 120 Tonnen eingetroffen. Dass die noch benötigten Mengen schwer zu kalkulieren sind, weiß Stefan aus Erfahrung. Im Moment sei man am Bauhof aber auf weitere Schneefälle vorbereitet.

Nicht zu den Aufgaben des Bauhofs gehört es jedoch, die privaten Gehwege zu räumen. Eine Pflicht, der dieses Jahr laut Stefan zu wenige Hausbesitzer nachkommen.

Außerdem ist es durchaus riskant seinen Bürgersteig nicht eis- und schneefrei zu halten: Kommt jemand auf einem nicht ordnungsgemäß geräumten Gehweg zu Schaden, muss sich der Verantwortliche auf Schadensersatzforderungen gefasst machen. Darauf weist die Stadt in diesem Zusammenhang hin.

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