West-Nil-Virus in Deutschland

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Eine Mücke saugt Blut aus der Haut. foto: Andreas Lander/dpa

Greifswald/Halle – Nach dem erstmaligen Nachweis des gefährlichen West-Nil-Virus in Deutschland bei einem Bartkauz im Zoo von Halle an der Saale beginnen Experten dort mit dem Einsammeln von Mücken.

Dazu würden Fallen mit Lockstoffen aufgestellt, teilte das FriedrichLoeffler-Institut (FLI) mit. Zudem würden Wasserflächen nach Eiern und Larven abgesucht. Stechmücken gelten als Überträger.

Die Mückenfunde aus dem Zoo würden später gekühlt ins Labor transportiert, wo das Erbmaterial der Insekten auf den Erreger untersucht werde. An der Suche sind Mitarbeiter des FLI wie auch des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) beteiligt. Beide Institute kartieren gemeinsam seit 2012 im Mückenatlas die Funde und die Verbreitung von heimischen und exotischen Stechmücken. Auf Erreger wie das West-Nil-Virus wurden diese Funde jedoch nicht untersucht, teilte das FLI mit. Die Mücken würden nicht gekühlt eingeschickt, somit sei das Erbmaterial unbrauchbar.

Das West-Nil-Virus infiziert meist Vögel, kann aber auch auf Pferde und den Menschen übertragen werden. Am West-Nil-Fieber sind in südeuropäischen Ländern heuer auffällig viele Menschen erkrankt. In Serbien, Griechenland und Italien wurden insgesamt 47 Todesfälle registriert. In Deutschland tritt die Erkrankung sehr selten auf, bisher hatten sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts alle Betroffenen im Ausland infiziert.  dpa

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