Weltmeister sind mit von der Partie

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Waldkraiburg - "Handball ist der geilste Sport der Welt" - mit diesem Motto rollt am morgigen Samstag der Wagen der Waldkraiburger "Weltmeister" beim Faschingszug durch die Stadt.

Zum ersten Mal sind sie beim Waldkraiburger Faschingszug mit einem Wagen vertreten und sind gleich als Weltmeister am Start: die Handballer des VfL Waldkraiburg. Dass ihr Sport der "geilste Sport" der Welt ist, dafür steht nicht nur das Motto, das auf den T-Shirts prangt, sondern auch eine 25 Meter lange Fahne in den Farben "schwart-rot-geil".

Seit drei Wochen - "sehr kurzfristig", wie Michaela Umstätter vom Organisationsteam zugibt - steht fest, dass die Handballer mit von der Partie sind. Nur auf den zweiten aufgedruckten Titel "Europameister 2008" mussten sie verzichten. "Aber das haben wir uns fast gedacht", erklärt Thorsten Bauer. Abteilungsleiter Wolfgang Anders ergänzt schelmisch: "Weil leider keine Waldkraiburger dabei waren."

Seit drei oder vier Jahren denken die Handballer nach seinen Worten schon darüber nach, am Faschingszug teilzunehmen. Nur habe es sich nie ergeben. Bis jetzt die beiden Frauen Michaela Umstätter und Natascha Liupovets das Ruder in die Hand nahmen - ihnen zur Seite steht Thorsten Bauer. Zuerst organisierten sie einen Lastwagen. 192 Pferdestärken stellt Michael Prenissl zur Verfügung: "Das ist die interessanteste und gefährlichste Fracht, die ich jemals gefahren habe." Die "wertvollste Ladung", verbessert Michaela Umstätter.

Das Thema sei ziemlich schnell klar gewesen. "Weltmeister, wer ist das schon?", fragen die Handballer in die Runde.

Noch am vergangenen Mittwoch präsentierte sich der Lastwagen von seiner blauen Seite, aber für den Faschingsumzug trägt er ein schwarz-rot-goldenes Wickelkleid. Rund 15 bis 20 Leute helfen bei den Vorbereitungen. "Wir haben bis jetzt schon mindestens 40 Stunden investiert", überlegt Michaela Umstätter. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass ja auch das Dekorieren und Abdekorieren einiges an Zeit in Anspruch nehme.

Viele Stunden seien auch für die Fahne draufgegangen. Ein paar Handballerinnen werkelten gemeinsam und nähten mit einer normalen Nähmaschine die Stoffbahnen zusammen. "Ich merke es schon" - Natascha Liupovets reibt sich die schmerzende Hand. Aus lauter ausgeschnittenen Dreiecken wurde eine Girlande gebastelt. Das Zusammentackern sei ziemlich anstrengend gewesen. Trotzdem freue sie sich sehr auf den Faschingszug.

Einer freut sich ganz besonders auf den Faschingssamstag: der fünfjährige Moritz. Er darf bei seinem Papa Michael in der Führerkabine des Lastwagens sitzen - sozusagen als "Maskottchen".

Jetzt hoffen die Handballer nur noch auf Sonnenschein und blauen Himmel. Allerdings haben sie im Gegensatz zu manch anderen Teilnehmern des Waldkraiburger Faschingszuges, der ab 13.30 Uhr rollt, ein Dach über dem Kopf.

Wie es sich mit der bemalten Fahne verhält, wissen sie allerdings nicht - "ein bisschen Regen sollten die Wandfarben schon aushalten". Allerdings ist das auch egal, denn die Handballer spielen nicht nur im Team, sondern sie feiern ebenfalls gern kollektiv ab. uho

www.ovb-online.de/fasching

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