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Weil Nationalität der Täter genannt wurde

Wegen Berichterstattung über Tod von Leonie (13): Hier stürmen Linksextreme „oe24“-Büros

  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Der nächste Angriff auf die Pressefreiheit. In Wien haben vermummte, linksextreme Aktivisten die Büros des österreichischen Nachrichtenportals oe24.at gestürmt und versucht, den Newsroom zu besetzen.

Rund 20 Personen der Gruppe „Alerta Feminista“ hatten sich am Donnerstagnachmittag (8. Juli) mit Megaphon, Transparenten und Flugblättern über den Müllraum Zugang zu den Räumlichkeiten von oe24 verschafft. Wie der Sender berichtet, seien bei dem „Überfall auf das Verkaufsbüro“ mehrere Mitarbeiterinnen persönlich und körperlich attackiert worden.

Hintergrund war offenbar die angeblich „rassistische Berichterstattung“ von oe24.at im Zusammenhang mit dem Mordfall Leonie. Auch rosenheim24.de hatte über den tragischen Vorfall in der Nacht auf den 26. Juni in Wien berichtet. Vier afghanische Asylbewerber, im Alter zwischen 16 und 23 Jahren, sollen die 13-jährige Leonie unter Drogen gesetzt, brutal vergewaltigt, erstickt und tot am Straßenrand ausgesetzt haben. Drei mutmaßliche Täter befinden sich derzeit in U-Haft. Ein weiterer Verdächtiger ist auf der Flucht.

Die aggressiven Linksextremistinnen störte wohl, dass oe24.at die Nationalität der Täter nannte. Sie skandierten: „Ganz Wien hasst oe24“. Auf Flyern stand: „Ihr sagt, sexualisierte Gewalt an FLINTAs (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre und Trans-Personen - Anm. d. red.) sei importiert. Wir sagen, Gewalt an FLINTAS ist die grausame Konsequenz einer sexistischen Gesellschaft - in Österreich und anderswo. Mit eurer Berichterstattung normalisiert und reproduziert ihr das mörderische Patriarchat.“

Was die Gruppierung offenbar nicht wusste: Sie landete nicht in der Redaktion, sondern in den Verkaufsräumen von oe24. „Die Redaktion ist nicht einmal hier. Was wollt ihr erreichen? Die Redaktion sitzt einen Stock weiter unten. Wir sind das Verkaufsteam“, erklärte das oe24-Team in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

Innenminister verurteilt Aktion

Laut oe24.at war die Polizei „binnen weniger Minuten vor Ort“ und konnte weitere Auseinandersetzungen vermeiden. Österreichs Innenminister Karl Nehammer zeigte sich über den Vorfall bestürzt: „Der Schutz der Grund- und Freiheitsrechte ist eine der wichtigsten Aufgaben der Polizei. Damit ist die freie Berichterstattung der Presse ­untrennbar verbunden und dazu stehen wir.“

„oe24“-Chef Niki Fellner (36) sagte: „Wir verurteilen dieses gewaltsame Eindringen von vermummten Extremisten auf die Medienfreiheit auf das Schärfste. Wir werden uns von niemandem – und schon gar nicht von solchen Aktionen – an unserer kritischen Berichterstattung behindern lassen.“

Erst vor wenigen Tagen hatten rechtsextreme Corona-Leugner das ORF-Zentrum belagert. Der Vorfall am Donnerstag war somit der zweite Angriff von Extremisten auf eine wichtige Medien-Institution in Österreich.

mz

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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