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CORONA-PANDEMIE

Warum es weniger Intensivbetten gibt

Intensivmediziner schlagen Alarm: Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen nimmt kontinuierlich zu.
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Intensivmediziner schlagen Alarm: Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen nimmt kontinuierlich zu.

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft erklärt die Hintergründe, warum die als verfügbar gemeldeten Intensivbetten weniger werden.

München – In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten langsam wieder knapp. In den vergangenen drei Wochen sei die Auslastung der sogenannten ICU-Betten um 42,5 Prozent gestiegen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Verfolgt man die Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), stellt man fest, dass dort die als verfügbar gemeldeten Intensivbetten seit August abnehmen.

Die Gesamtzahl der Intensivbetten in Deutschland betrug im August noch rund 30.000. In den vergangenen Wochen hat die Zahl deutlich abgenommen. Gestern wurden 23.905 Betten im Register gemeldet. Davon waren 2.899 Intensivbetten frei.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Eduard Fuchshuber, Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, sagt, dass drei Faktoren auf die Anzahl der Intensivbetten seit Beginn der Corona-Pandemie eingewirkt haben. Zum einen wurden am Anfang der Krise alle verfügbaren Intensivbetten, ob für Erwachsene oder Kinder, beim DIVI-Register angegeben – jetzt betrachte man nur noch die Betten für Erwachsene.

Nur noch freie Betten werden gemeldet

„Ab Juni kam hinzu, dass nur noch betreibbare Intensivbetten gemeldet werden müssen und nicht alle zur Verfügung stehenden“, sagt Fuchshuber. Das heißt, wenn am Morgen festgestellt wird, dass durch Personalausfall nur noch acht statt zehn Betten betrieben werden können, muss das so an DIVI weitergegeben werden.Entscheidend für den Rückgang der Intensivbetten war laut Fuchshuber jedoch noch eine Regelung, die erst seit Februar gilt, die „Personaluntergrenze“.

Statt um zweieinhalb Intensivpatienten darf sich jede Pflegekraft seitdem nur noch um zwei Patienten pro Tagschicht kümmern. Damit könne laut Fuchshuber eine Klinik statt beispielsweise zehn betreibbare Betten nur noch sieben ausweisen. „Die Intensivbetten werden nicht einfach abgebaut“, sagt er. „Es fehlt hauptsächlich an Personal.“ (lif)

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