Vitamin D-Pillen nützen wenig

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Studie Stabile Knochen, seltener Krebs, ein gesünderes Herz: Vitamin D soll wahre Wunder wirken.

Immer mehr Menschen schlucken es daher als Tablette. Doch halten die Pillen, was sie versprechen? Eine neue Studie macht das zumindest äußerst fraglich. Demnach verringert Vitamin D, das als Nahrungsergänzung eingenommen wird, das Risiko für Herzversagen, Krebserkrankungen oder Knochenbrüche nur in geringem Maße.

Anders als vielfach behauptet, seien Mangelerscheinungen in der Regel nicht die Ursache, sondern Folge von Gesundheitsproblemen, heißt es in der Untersuchung des neuseeländischen Forscherteam um Mark Bolland von der Universität Auckland. Veröffentlich haben die Wissenschaftler ihre Ergebnisse in dem britischen Fachjournal „The Lancet Diabetes & Endocrinology“. Für die Verschreibung von Vitamin D durch den Arzt sehen die Autoren dort „wenig Grund“.

Vitamin D kann Calcium binden und ist deshalb ein Schlüsselstoff für gesunde Knochen, Zähne und Muskeln. Der Körper bildet es, wenn die Haut der Sonne ausgesetzt ist, oder zieht es aus Lebensmitteln wie ölhaltigem Fisch, Eigelb und Käse.

Doch während frühere Untersuchungen meist von einem engen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Erkrankungen des Herzens oder der inneren Organe ausgingen, kamen die neuseeländischen Forscher zu einem anderen Schluss. Sie nahm für ihre Überblicksstudie 40 wissenschaftliche Versuche näher unter die Lupe. Am Ende stand die Erkenntnis, dass lediglich ältere Menschen von der Einnahme von Vitamin D profitierten – und auch das nur hinsichtlich stabilerer Knochen.  sog

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