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Gesetz zur CO2-Abgabe

Weniger Miete ab 2023: Vermieter müssen einen Teil der Nebenkosten übernehmen

Nebenkostenabrechnung und Geldscheine. Ab 2023 müssen Vermieter einen Teil der Nebenkosten übernehmen. Der Grund dafür ist die CO2-Abgabe.
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Ab 2023 müssen Vermieter einen Teil der Nebenkosten übernehmen. Der Grund dafür ist die CO2-Abgabe.
  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Ein neues Gesetz soll vielen Mietern ab 2023 eine Entlastung bei den Nebenkosten bescheren. Grund dafür ist die CO2-Abgabe beim Heizen mit Erdgas oder Öl.

Trotz steigender Energiepreise und einer satten Inflation bringt das Jahr 2023 auch finanzielle Erleichterung. Zumindest einigen Mietern. Wie der Bundestag Anfang November beschlossen hat, müssen sich Vermieter künftig in vielen Fällen an der CO2-Abgabe fürs Heizen beteiligen. Bisher wurde dieser Kostenpunkt alleine von den Mietern getragen. Die Höhe der Vermieter-Beteiligung hängt dabei davon ab, wie klimafreundlich das Haus gebaut ist – je weniger klimafreundlich, desto höher fallen die Kosten für die Vermieter zukünftig aus.

Neues Stufenmodell: Vermieter werden an CO2-Preis beteiligt

Bereits seit 2021 müssen alle, die mit Gas oder Öl heizen, eine zusätzliche Abgabe zahlen. Diese soll dabei helfen, den klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß zu senken. Dies war bisher allein den Mietern überlassen. Dabei hängt der CO2-Ausstoß nicht nur vom Heizverhalten ab, sondern etwa auch von der Dämmung des Hauses oder den Fenstern.

Dies ändert sich nun, denn ab Januar 2023 werden auch die Vermieter zur Kasse gebeten: Die Kosten sollen gemäß eines Stufenmodells zwischen Mietern und Vermieter aufgeteilt werden. Dabei sollen Vermieter bis zu 95 Prozent des CO2-Preises übernehmen – abhängig von der Klimafreundlichkeit der Immobilie. Bei einem sehr geringen Ausstoß müssen Mieter allerdings die Kosten weiterhin allein tragen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Bauministerin Klara Geywitz (SPD) erklärt: „Jetzt haben wir ein faires Modell, das auch die Vermieter in die Pflicht nimmt. Damit leisten beide Seiten einen Beitrag für den Klimaschutz.“ So würden Vermieter animiert werden, in Energieeffizienz zu investieren, während Mieter angeregt würden, sparsamer zu heizen.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen, etwa bei denkmalgeschützten Häusern, bei denen Vermieter nicht so einfach sanieren können. Hier müssen sich Vermieter oft weniger oder gar nicht an der Abgabe beteiligen.

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
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Familien sollen bis zu 100 Euro bei den Nebenkosten sparen

Das Vergleichsportal Check24 führt anhand in einer Beispielrechnung vor, wie sich die neue Regelung finanziell auf die Mieter auswirken könnte. So müsse eine Familie mit Gasheizung und einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr im klimafreundlichsten Haus 128,40 Euro CO2-Preis zahlen. Wohnt die Familie dagegen in einem besonders klimaschädlichen Haus, bleiben den Mietern lediglich Kosten von 6,42 Euro. Den Rest müsste der Vermieter übernehmen. Die Familie würde somit um 122 Euro im Jahr bei den Nebenkosten entlastet werden. Mit Ölheizung müssten dieselben Mieter in einem schlecht sanierten Haus nur 9,46 Euro selbst zahlen, in einem klimafreundlichen Gebäude würden 189,19 Euro fällig werden.

Vermieter müssen nun also für jedes Haus ermitteln, wie klimafreundlich ihre Immobilie ist, sprich: wie viel Kilogramm CO2 pro Jahr ausgestoßen werden. Dafür sollen den Vermietern die erforderlichen Daten an die Hand gegeben werden, so die dpa.

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