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Ab 11. Oktober nicht mehr kostenlos

Wie viel kostet ein Corona-Test? Das kommt jetzt bald auf Ungeimpfte zu

Eine Apotheken-Mitarbeiterin nimmt von einer Frau an einem Teststationsfenster einer Apotheke einen Nasenabstrich für einen Coronatest.
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Eine Apotheken-Mitarbeiterin nimmt von einer Frau an einem Teststationsfenster einer Apotheke einen Nasenabstrich für einen Coronatest.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle in Deutschland müssen sich Nicht-Geimpfte auf mehr Testpflichten einstellen - und Schnelltests ab 11. Oktober in der Regel auch selbst bezahlen. Diese Kosten kommen auf Ungeimpfte zu:

Das vom Bund finanzierte Angebot für kostenlose „Bürgertests“ für alle wird am 10. Oktober enden. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei Beratungen am Dienstag

Für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene werden negative Corona-Tests ab spätestens 23. August zur Voraussetzung für viele Aktivitäten in Innenräumen. Dies betrifft zum Beispiel das Essen in Restaurants, den Besuch beim Friseur, in Kliniken, Pflegeheimen, Fitnessstudios, Schwimmbädern, Friseuren, Hotels, Restaurants und auch die Teilnahme an Veranstaltungen. Ausnahmen kann es demnach für regelmäßig getestete Schüler und Regionen mit niedrigen Inzidenzen (unter 35) geben.

Anstoß für mehr Impfungen?

Sich vor einem Restaurantbesuch oder der Urlaubsreise mal eben testen zu lassen, wird also komplizierter - durchaus auch als Anstoß für mehr Impfungen, die ja gratis sind und extra Tests meist überflüssig machen. Da mittlerweile allen ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Steuerzahler nicht angezeigt. Gratis sollen Schnelltests nur noch für jene zu haben sein, die sich nicht impfen lassen können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt wie Schwangere und Unter-18-Jährige.

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Der Test darf nicht älter als 24 Stunden (Antigen-Test) oder 48 Stunden (PCR) sein. Ausgenommen von der Regel sind Kinder bis sechs Jahren und Schüler, da an Schulen sowieso weiter regelmäßig getestet werden soll. Doch wie viel werden solche Test kosten? Aus der Regierung hieß es bis jetzt nur, dass für die Tests ein „angemessener Preis“ selbst zu zahlen sei. Zur Orientierung: Für Testanbieter wurde die Vergütung zum 1. Juli auf 11,50 Euro für Sachkosten und das Testabnehmen gesenkt.

Vergleichbare Preise in Italien

In Italien müssen ebenfalls nicht nur Touristen sondern auch in Italien lebende Menschen den Corona-Test selbst zahlen. Die Preise variieren auch hier je nach Region und Test. Für einen Antigen-Test zahlt man zwischen 20 und 50 Euro, für einen PCR-Test zwischen 50 und 120 Euro. Auf ähnliche Preise darf man sich auch hier in Deutschland einstellen. In Finnland müssen Reisende noch wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für einen Antigen-Test beträgt an der Teststelle am Flughafen 179 Euro, für einen PCR-Test 265 Euro.

Im März, vor Einführung der kostenlosen Test, lagen die Preise in Deutschland bei Hausärzten zwischen 15 und 25 Euro, in der Apotheke bei rund 30 Euro und in Teststationen bei bis zu 50 Euro. Laut der Techniker Krankenkasse (TK) kostet ein günstiger PCR-Test aktuell mindestens 35 Euro, berichtet morgenpost.de. Teurer werde es vor allem, wenn man das Ergebnis schnell benötigt. Ein Laborcheck über Nacht könne schon einmal 100 Euro kosten.

Preise zwischen 18 und 130 Euro

Geschätzt werden die Preise für Antigen-Schnelltests in Deutschland zwischen 18 und 40 Euro variieren, PCR-Tests können sogar über 130 Euro liegen. Denn neben den benötigten Hygieneartikeln wie Desinfektion und Schutzanzüge fallen für die durchführenden Unternehmen auch die Materialien um die Test zu analysieren an. Diese werden aufgrund der erhöhten Nachfrage immer teuerer. Zudem gibt es Aufwendungen für die Übertragung der Befunde an das Gesundheitsamt oder das Robert Koch-Institut. Weiter setzt jedes Labor selbst die Preise für die Auswertung fest und nicht der Gesetzgeber.

Einen Höchstpreis gebe es derzeit nicht, weil nichts reguliert werde, so Stefan Borte, Chefarzt am Klinikum St. Georg, im Gespräch mit mdr.de. Wichtig sei es deshalb, so auch Verbraucherschützer, Angebote zu vergleichen. Letztendlich wird man eine Preisentwicklung erst erkennen, wenn die Test selbst bezahlt werden müssen und der Markt sich reguliert.

mz

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