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Stromfresser stoppen

Strom sparen: Wieso es sich lohnen kann, den WLAN-Router nachts auszuschalten

  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Da die Stromkosten momentan rasant ansteigen, greifen immer mehr Bürger zu Sparmaßnahmen. Auch, wer nachts seinen WLAN-Router ausschaltet, kann Geld sparen.

Stuttgart - Die Energiekrise trifft Bürger in Deutschland derzeit mit voller Wucht. Ob Heizöl, Strom oder Gas - alles wird teurer und die Politik animiert zum Sparen. Mit ein paar einfachen Tricks können Verbraucher clever ihren Energieverbrauch senken. Eine Überlegung wert ist es auch, den WLAN-Router bei Nichtnutzung abzustellen. Doch wie viel Strom kann man dadurch tatsächlich einsparen?

WLAN-Router: Wer ihn jede Nacht abschaltet, kann bis zu 22 Euro im Jahr sparen

In der Regel läuft ein WLAN-Router rund um die Uhr. Der Stromverbrauch einzelner Geräte kann sich erheblich unterscheiden. So begnügen sich sparsame Geräte bereits mit 5 Watt, stromhungrige Geräte fressen bis zu 20 Watt. Die jährlichen Kosten bei einem Strompreis von 37,14 ct/kWh (Durchschnittspreis vom April 2022 laut BDEW) im Überblick - sowie die Kosten, wenn man das Gerät über Nacht jeweils acht Stunden ausschaltet*:

Stromverbrauch RouterJährliche KostenJährliche Kosten, wenn Router 8 h in der Nacht ausgestellt wird
5 Watt16,27 Euro10,84 Euro
10 Watt32,53 Euro21,68 Euro
15 Watt48,80 Euro32,53 Euro
20 Watt65,07 Euro43,38 Euro

*Formel: Stromverbrauch Router (W) x Stunden Laufzeit im Jahr (h): 1.000 x 37,14 ct/kWh : 100 = Kosten in Euro pro Jahr

Die Übersicht zeigt: Je nachdem, wie viel Watt Ihr Router verbraucht, können Sie zwischen 5 und knapp 22 Euro im Jahr sparen, wenn Sie das Gerät über Nacht für jeweils acht Stunden ausschalten - etwa von 23 bis 7 Uhr. Doch auch, wenn Sie den Router nicht jede Nacht ausschalten, können Sie durch gezielte Auszeiten für das Gerät Geld sparen. So können Sie etwa, wenn Sie für längere Zeit im Urlaub sind, den Router innerhalb dieses Zeitraums abschalten.

Router öfter abschalten: Diese Vorteile bringt es neben dem Geldsparen mit sich

  • Umweltbelastung: Im Dauerbetrieb produzieren Router pro Jahr etwa 53 Kilogramm Treibhausgasemissionen. Wer das Gerät zeitweise abstellt, generiert weniger Elektrosmog und reduziert den CO2-Ausstoß.
  • Strahlenbelastung: Von drahtloser Technik geht eine gewisse Strahlung aus. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt, die persönliche Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten - und statt WLAN das gute alte LAN-Kabel zu nutzen.
  • Sicherheit/Schutz vor Missbrauch: Wenn der WLAN-Router ausgeschaltet ist, können Hacker nicht unbefugt an Informationen kommen. Durch regelmäßiges Abschalten kann das Risiko für einen solchen Angriff reduziert werden.

Quelle: chip.de

Router öfter abschalten: Diese Nachteile können entstehen

  • Keine telefonische Erreichbarkeit: Heutzutage sind IP-Anschlüsse der Standard. Daher läuft auch die Telefonie über den Router. Ist dieser ausgestellt, ist man auf dem Festnetz nicht erreichbar und kann auch selbst das Festnetz nicht mehr für ausgehende Anrufe nutzen.
  • Update-Probleme: Viele Geräte-Updates werden in den Nachtstunden durchgeführt. Fehlt die Internetverbindung, sind die Updates nicht mehr möglich.
  • Smart Home funktioniert nicht: Menschen, die in ihrem Zuhause viele smarte Geräte nutzen, sollten auf das Ausschalten des Routers lieber verzichten - denn dann funktioniert weder der Alexa-Wecker, noch heizt die Kaffeemaschine vor.
  • Probleme mit dem Provider: Der Provider könnte fälschlicherweise davon ausgehen, dass der Anschluss gestört ist. Dadurch könnte er die Bandbreite ungewollt herunterregeln.
  • Gerätehaltbarkeit: Da der Router für den Dauerbetrieb ausgelegt ist, könnte er Verschleißprobleme bekommen, wenn man ihn täglich ausschaltet.

Quelle: chip.de

Fazit: WLAN-Router sind im Haushalt nicht die größten Energiefresser. Dennoch kann es durchaus sinnvoll sein, das Gerät zeitweise auszuschalten - etwa nachts oder wenn Sie im Urlaub sind. Verbraucher sollten sich allerdings bewusst sein, dass die Haltbarkeit des Routers bei zu häufigem Ausschalten womöglich verkürzt wird.

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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