Innere Verletzungen drohen

Metzgerei ruft Leberwurst zurück: Nicht essen! „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ...“

Eine Frau schneidet eine Leberwurst durch.
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Eine deutsche Metzgerei ruft eine ihrer Leberwürste zurück. (Symbolbild)
  • vonCornelia Schramm
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Die Deutschen lieben nicht nur ihr Brot, sondern auch ihre Wurst. Doch nun ruft eine Metzgerei eine ihrer Leberwürste zurück. Innere Blutungen drohen beim Verzehr.

  • Immer wieder kommt es zu großangelegten Rückruf-Aktionen*, wenn Unternehmen Mängel an ihren Produkten feststellen.
  • Eine deutsche Metzgerei ruft jetzt eine ihrer Leberwürste zurück.
  • Der Grund: Der Verzehr kann schwerwiegende Folgen haben.

Gefäll - Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Bei vielen Deutschen steht eine deftige Leberwurst aber gerade zur Weihnachtszeit auf dem Speiseplan. Das Brotzeit-Vergnügen am Familientisch könnte jedoch ein schlimmes Ende nehmen, wenn man die aktuelle Rückruf-Aktion* einer deutschen Metzgerei nicht Ernst nimmt. Denn die Rhönmetzgerei Arnold aus Gefäll kann akute Gefahr beim Verzehr einer ihrer beliebten Wurst-Produkte derzeit nämlich nicht ausschließen.

„Die Qualität unserer Produkte hat für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall und entschuldigen uns bei allen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten“, betont die Traditionsmetzgerei gegenüber dem Verbraucher-Portal Produktwarnung.de. Die betroffene Leberwurst wurde nicht nur in den eigenen Filialen, sondern auch durch das Unternehmen „tegut…gute Lebensmittel GmbH & Co. KG“ vertrieben. Nachdem der gravierende Produktionsfehler* festgestellt wurde, haben beide Firmen sofort reagiert und die betroffene Ware aus den Fleischtheken entfernt.

Leberwurst-Rückruf: Akute Gefahr droht beim Verzehr

Die besagte Leberwurst-Charge wurde vom 23. November bis zum 1. Dezember 2020 in Deutschland verkauft und trägt das Mindeshaltbarkeitsdatum* 21. Dezember 2020. Leberwurst-Liebhaber sollten jetzt also ihre Kühlschränke auf das vom Rückruf betroffene Produkt untersuchen. Die „Rhöner Leberwurst“ der Rhönmetzgerei Arnold wurde im Naturdarm als Ring in Hessen, Bayern, Thüringen, Niedersachsen, der Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg verkauft.

Vom Verzehr des betroffenen Produktes wird dringend abgeraten - auch wenn die Leberwurst augenscheinlich noch völlig in Ordnung und frisch zu sein scheint. Der Grund für die großangelegte Rückruf-Aktion sind keine Bakterien, wie sie kürzlich Lidl in einem seiner Produkte verzeichnen musste - unter Umständen könnten jedoch der Leberwurstmasse versehentlich Fremdkörper beigemengt worden sein. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Glassplitter in der „Rhöner Leberwurst“ befinden“, erklärt die Metzgerei aus Gefäll und spricht deshalb auch eine klare Warnung aus.

Isst man die Leberwurst, könnte man sich sehr schwer verletzen. Die Glassplitter können im Mund- und Rachenraum, sowie im Magen und im Darm zu inneren Blutungen führen und somit lebensbedrohlich werden. Die Metzgerei Arnold bittet alle betroffenen Kunden daher die Leberwurst in den eigenen Filialen oder denen der „tegut... gute Lebensmittel“ zurückzugeben. Auch ohne Vorlage des Kassenbons wird ihnen der Kaufpreis vollständig zurückerstattet. (cos) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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