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Keine Kostenfalle mehr

Whatsapp-Alternative zum Verschicken von Fotos gibt es bald nicht mehr

  • VonLisa Bender
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2022 kommen einige Änderungen auf die Verbraucher zu. Insbesondere Smartphone-Nutzer müssen schon bald auf eine einst angesagte Funktion verzichten.

Dortmund – 2022 kommen einige Neuerungen auf die Verbraucher zu. Neben neuen Pfandregeln*, höheren Kosten bei Post und DHL* oder Veränderungen für Verkehrsteilnehmer*, steht auch im digitalen Bereich ein Umbruch an. Wie RUHR24* berichtet, haben Vodafone und Telekom angekündigt, sich von einem Service zu trennen.

KommunikationskonzernVodafone GmbH, deutsches Tochterunternehmen der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone Group
HauptsitzDüsseldorf
KonkurrenzU.a. Telekom, O2

Änderungen 2022: Vodafone und Telekom beenden beliebten Service

Ein Angebot, das 2002 mit großer Hoffnung von den Telekommunikationsanbietern ins Leben gerufen wurde, soll nun 20 Jahre später wieder abgeschaltet werden. Für Nutzer bedeutet das vor allem, dass sie in eine Kostenfalle weniger tappen können. Denn die Funktion dürfte inzwischen aufgrund von Whatsapp, Telegram und Co. kaum noch von jemand genutzt werden.

Konkret geht es dabei um den „Multimedia Messaging Service“ (kurz: MMS), der 2002 eingeführt wurde, um Nachrichten mit Bildern oder Tönen zu verschicken. Was in Zeiten von Smartphones als selbstverständlich ist, galt vor 20 Jahren noch als „innovativ und hochmodern“, so ein Telekom-Sprecher. Heute seien MMS allerdings nicht mehr zeitgemäß, weshalb sich der Konzern zu dem Schritt entschlossen hat, 2022 den Stecker für den Service zu ziehen (mehr digitale News* bei RUHR24).

2022: Whatsapp-Alternative zum Verschicken von Bildern wird eingestellt

Was für die Telekom schon seit 2020 klar ist, wurde nun auch bei Konkurrent Vodafone beschlossen. So will der Mobilfunkanbieter mit Hauptsitz in Düsseldorf (NRW*) die MMS-Funktion ab 17. Januar 2023 nicht mehr anbieten. Gerhard Mack, Technikchef von Vodafone-Deutschland, erklärte dazu: „Die MMS ist veraltet, ihre Bedeutung gering und der Kundennutzen minimal.“

Kaum jemand verschicke heute noch per MMS ein Foto, eine Tonaufnahme oder ein Video. Denn über populäre Messengerdienste wie Whatsapp*, Telegram oder Signal gehe das deutlich einfacher, schneller und vor allem auch kostengünstiger. Der Preis war von Beginn an ein großer Nachteil der MMS. Wer kein monatliches Gratis-Budget für MMS hatte, musste 39 Cent pro Bild-Nachricht bezahlen.

Handy-Nutzer müssen sich 2022 auf eine Änderung einstellen: Die MMS-Funktion wird abgeschafft.

Oftmals tappte dabei der ein oder andere Nutzer regelrecht in eine Kostenfalle. Wer versehentlich an eine SMS ein Bild angehängt hat, machte aus einer SMS eine MMS und musste dafür tief in die Tasche greifen. Die Kosten waren – und sind es bis heute – immens. Einer der Gründe, warum kaum noch jemand die Funktion nutzt, da das Versenden von Fotos oder Videos via Whatsapp und Co. kostenlos ist.

Vodafone und Telekom gehen drastischen Schritt und schaffen MMS ab

Nicht nur der Kostenfaktor ist ein entscheidender Nachteil der MMS, sondern auch die Dateigrößen. Wie Vodafone in einer Mitteilung angibt, könne ein Foto für das Smartphone inzwischen mehrere Megabyte groß sein, ein MMS-Bild ist jedoch auf 300 Kilobyte, also 0,3 Megabyte begrenzt. Die Qualität und die Auflösung der Fotos, die per MMS verschickt werden, ist also dementsprechend schlecht. Kein Wunder also, dass heutzutage kaum jemand noch den MMS-Dienst nutzt.

Das belegen auch einige Zahlen von Vodafone. Laut dem Düsseldorfer Kommunikationskonzern wurden im Dezember 2012 mit rund 13 Millionen die meisten MMS versendet. 2021 sind es gerade mal noch fünf Prozent des damaligen Spitzenwertes – Tendenz weiter fallend. Für die Anbieter also Bestätigung genug, sich endgültig von dem Angebot zu trennen.

Vodafone versichert jedoch, die SMS nicht abschalten zu wollen. Der Short Message Service feiert 2022 immerhin sein 30-jähriges Jubiläum. Und laut Statista werden in Deutschland jährlich noch immer rund 7 Milliarden SMS (Stand 2020) versendet. Das ist zwar auch deutlich weniger als noch 2012, als rund 60 Milliarden SMS pro Jahr verschickt wurden, aber dennoch für den Kommunikationskonzern noch genug, den SMS-Service beibehalten zu wollen. Ob Telekom auch noch weiterhin an der SMS festhalten will, ist unklar. Das Unternehmen hat sich bislang nicht dazu geäußert. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa; Collage: RUHR24

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