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Kein Update nötig

Google-Maps mit neuer Funktion: App zeigt bald Spritspar-Route an

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Teure Kraftstoffe und Inflation belasten die Verbraucher. Die Spritspar-Funktion von Google Maps kommt da gerade recht, doch es gibt auch Kritik.

Kalifornien – Faktoren wie der Krieg in der Ukraine, die Folgen von mehr als zwei Jahren Coronavirus-Pandemie, aber auch die Gas-Lieferengpässe aus Russland lassen die Verbraucherpreise in Deutschland regelrecht explodieren. Auch im Juli hat die Inflation über sieben Prozent gelegen, primär zeigte sich das an den Preisen für Lebensmittel, Energie sowie Sprit. „Der Euro wird die neue Lira“, schrieb ein Facebook-User zum Inflations-Boom in Deutschland.

Google Maps wird um Option für User erweitert, die Sprit sparen wollen

Und eine Entspannung der Situation ist aus Sicht von Fachleuten nicht absehbar. Im Gegenteil, laut einer Studie sollen viele Alltags-Produkte bald noch teurer werden. „Das Schlimmste kommt auf die Haushalte also erst noch zu“, erklärte Aurélien Duthoit, Senior Volkswirt und Branchenexperte von Allianz Trade, der an der Studie beteiligt war. Für viele Verbraucher steht sparen deshalb gerade im Vordergrund, dabei kann neuerdings auch Google-Maps helfen.

Berichten der Bild zufolge wird der bekannte Online-Kartendienst um eine neue Funktion erweitert, die helfen kann, die Geldbörse zu schonen. Schon jetzt zeigt die Navi-App die schnellste und kürzeste Route an – und bald auch jene, wo man am wenigsten Sprit verbraucht. Ab 15. August 2022 sollen laut Google alle Maps-User die Funktion nutzen können, ein Update auf eine neue Version sei nicht nötig, heißt es vom US-amerikanischen Tech-Unternehmen.

Verkehrslage, Geografie, Kraftstoff – Google Maps nutzt präzise Daten

Sobald die Funktion einmal verfügbar ist, wird neben der schnellsten und kürzesten Route in der Google-App als dritte Option eine spritsparende Route angeboten, die der Nutzer manuell auswählen kann. Zusätzlich zu dieser Route zeigt die App an, wie groß das Einspar-Potenzial in Prozent ist. Sprich, der Nutzer kann dann für sich besser entscheiden, ob er die etwas längere Fahrtzeit in Kauf nimmt oder doch lieber die schnellste Route auswählt.

Als Grundlage für die Berechnung zieht Google die Verbrauchsdaten von Fahrzeugen heran, „die den deutschen Durchschnitt und die hier üblichen Verkehrsmuster abbilden“, berichtet die Bild. Zudem fließen in die Kalkulation für die spritsparende Route einige geografische Daten wie Steigungen oder die aktuelle Verkehrslage ein. Wer die neue Funktion der Navi-App noch präziser auf das eigene Fahrzeug abstimmen möchte, kann zudem eigene Daten angeben.

NameGoogle Maps
FunktionOnline-Kartendienst
BetreiberGoogle LLC
Online seit8. Februar 2005
RegistrierungGoogle-Konto (optional)

Google ist überzeugt: „Über eine halbe Million Tonnen CO₂ eingespart!“

In den Optionen kann ausgewählt werden, welchen Antrieb das eigene Fahrzeug hat. Zur Auswahl stehen neben Benzin und Diesel auch Elektro oder Hybrid. Doch selbst, wenn man diese Angaben zusätzlich macht, sind die errechneten Einspar-Werte immer bloß Prognosen. Fahrstil, Geschwindigkeit, Wetter oder die Anzahl roter Ampeln – all das sind Faktoren, die in den Kraftstoffverbrauch einfließen, die Google aber nicht berechnen kann.

Trotzdem kann die neue Funktion in Google Maps eine Orientierung sein und Anreize schaffen, sodass man etwa Landstraße statt Autobahn fährt. Das kostet mitunter ein wenig mehr Zeit, spart aber Sprit. Google selbst ist von der neuen Funktion jedenfalls fest überzeugt. In den USA etwa wurden durch die spritsparenden Routen mittlerweile „über eine halbe Million Tonnen CO₂ eingespart“, meldet das Tech-Unternehmen mit Sitz in Kalifornien.

Noch ist die neue Funktion noch nicht für alle User verfügbar, ab Mitte August soll sie flächendeckend verfügbar sein.

Kritik auf Facebook – „CO₂-freundlichste Route ist 100 Prozent Homeoffice!“

Weniger überzeugt sind da manche User auf Facebook. „Also nur Blödsinn, was ins Update kommt“, meinte etwa ein Nutzer. Richtig, ergänzte ein anderer Nutzer, der meinte: Wichtig bei der Wahl der Strecke sei die schnellste oder die kürzeste Route zum Ziel. „Die CO₂-freundlichste Route zur Arbeit ist 100 Prozent Homeoffice oder Hartz IV.“ Wieder andere User finden diese Option überflüssig und würden sich stattdessen andere Funktionen für Google Maps wünschen.

„Ich würde mich freuen, wenn man die unsympathische Stimme wechseln könnte“, kommentierte ein Nutzer. Und wieder ein anderer schrieb: „Was ich als Paketfahrer gut fände, wäre das Anzeigen der Gesamtfahrzeit mit Zwischenstopps.“ Es gibt aber auch Social-Media-User, die die Spritspar-Funktion schon nutzen und loben. „Absolut top. Benutze es gerade auf einer USA-Tour. Alles andere, was hier so geschrieben wird, ist absoluter Mumpitz.“

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/imago/stock&people

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