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Verbraucher

Wegen Energiekrise: Supermarktkette fordert kürzere Ladenöffnungszeiten

  • VonHelena Gries
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Kürzere Öffnungszeiten wegen der Energiekrise? Ein Supermarkt-Geschäftsführer wirbt in einem Brief an die Regierungen der Bundesländer für eine Reduzierung.

Kassel – Kürzere Ladenöffnungszeiten bei Rewe, Aldi, Edeka und Co. aufgrund der Energiekrise - mit diesem Anliegen hat sich Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet in einem Brief an die Regierungen der Bundesländer gewandt. Eine Antwort hat er bislang noch nicht bekommen, berichtet die Lebensmittelzeitung. Mit seiner Idee, aufgrund von kürzeren Öffnungszeiten Energie zu sparen, ist der Unternehmer jedoch nicht allein.

Auch der Edeka-Kaufmann Dieter Hieber hatte kürzlich für angepasste Öffnungszeiten bei Supermärkten und Discountern wie Edeka, Rewe, Lidl und Co. plädiert: „Überhaupt frage ich mich, ob wir die Öffnungszeiten im Handel nicht grundsätzlich überdenken müssen, wenn wir Personal binden und künftig auch noch finden möchten“, sagte Hieber gegenüber der Lebensmittelzeitung.

Energiekrise: Kürzere Öffnungszeiten bei Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Co. sollen Energie sparen

Mit seinem Anliegen in der Energiekrise will der Supermarktbetreiber Tegut kürzere Ladenöffnungszeiten wieder ins Gespräch bringen. „Kurzfristig würde eine Reduzierung helfen, Energie zu sparen; langfristig würde es das Berufsbild im Einzelhandel wieder attraktiver machen“, sagte Geschäftsführer Thomas Gutberlet gegenüber der Lebensmittelzeitung.

Denn nicht nur die Energiekrise macht dem Einzelhandel zu schaffen. Aufgrund von akutem Personalmangel müssen bereits in zahlreichen Supermärkten wie Edeka, Aldi, Rewe und Co. die Frischetheken früher schließen.

Regelungen in Bayern, wo die Läden ab 20 Uhr schließen, dienen dem Unternehmer als Vorbild. Zum Vergleich: An zahlreichen Standorten hat Tegut in einigen Märkten von 7 bis 22 Uhr geöffnet. Bei weiteren Supermärkten und Discountern wie Aldi, Rewe, Edeka und Co. ist das nicht anders.

NameTegut
Gründung1947
HauptsitzFulda

Daher hat Gutberlet in einem Brief an die Regierungen der Bundesländer für die Reduzierung der Ladenöffnungszeiten geworben. Konkrete Pläne für kürzere Öffnungszeiten hat Tegut hingegen noch nicht. „Grundsätzlich geht es uns darum, das Thema der Ladenöffnungszeiten wieder ins Gespräch zu bringen und mit der Öffentlichkeit neu zu verhandeln“, sagte er im Gespräch mit der Lebensmittelzeitung. (hg)

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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