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Es fehlt an Personal

Urlaub-Chaos im Sommer: Nächste Airline streicht offenbar Tausende Flüge

Easyjet
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Es fehlt an Personal: Die Billigairline senkt ihr Flugangebot.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Wegen des Personalmangels an Flughäfen und teilweise auch an Bord kappt die Billigairline Easyjet ihre Kapazität für das zweite Geschäftshalbjahr. Für viele Urlauber könnte das fatale Folgen haben. Die Rede ist offenbar von Tausenden weiterer Flüge, die gestrichen werden.

Luton- Easyjet rechnet im dritten Quartal (Juli, August, September) nun nur noch mit einer Kapazität von rund 87 Prozent im Vergleich zu Vor-Pandemiezeiten, anstelle von zuvor prognostizierten 90 Prozent - das würde Tausende Verbindungen betreffen. Im vierten Quartal dürfte sich diese leicht auf 90 Prozent erholen, jedoch hinter den zuvor erwarteten 97 Prozent zurückbleiben, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Annullierung werde zu einer Kostenbelastung führen und es würden mehr Kosten anfallen als in der Prognose zuvor veranschlagt, hieß es am Montag vom Unternehmen im britischen Luton, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Analyst Alex Irving von Bernstein Research schätzt die zusätzlichen Kosten wegen der Ausfälle auf einen Betrag zwischen 100 und 200 Millionen britische Pfund (bis zu knapp 233 Mio Euro).

Die Flughäfen hatten in der Pandemie Personal abgebaut, welches ihnen jetzt in der Sommerreisezeit fehlt. Die zwei für Easyjet wichtigen Flughäfen London Gatwick und Amsterdam Schiphol hatten wegen des Personalmangels zuletzt bereits Flüge gestrichen.

An seinem wichtigsten deutschen Abflugort Berlin hat Easyjet ebenfalls bereits von Anfang Juni bis Ende August täglich rund ein Dutzend Abflüge und Ankünfte gestrichen – damit fallen schon etwa 1000 Verbindungen weg. Die Airline begründete dies auch mit einem ungewöhnlich hohen Krankenstand. In Großbritannien hat der Billigflieger Schwierigkeiten, Personal aus EU-Ländern einzustellen – unter anderem wegen des Brexit.

Auch der größte Londoner Flughafen Heathrow rief am Montag Fluggesellschaften auf, zehn Prozent ihrer Verbindungen für den Tag zu streichen. Grund sind Probleme bei der Gepäckabwicklung, die auch an technischen Ursachen liegen sollen, wie die BBC berichtete. Ende der vergangenen Woche waren Bilder von Gepäckbergen aufgetaucht, die sich am Flughafen stapelten. Von den Streichungen waren dem Bericht zufolge am Montag rund 5000 Passagiere betroffen.

In Europa gingen durch die Corona-Krise in der Luftfahrt 600 000 Arbeitsplätze verloren, weltweit wurden 2,3 Millionen Jobs abgebaut.

mz/dpa