Unbeschreibliches Trümmerfeld

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- Bad Reichenhall/Mühldorf (sb) - Martin Grassler, stellvertretender Leiter der Mühldorfer BRK-Hundestaffel, war mit seiner Hündin Mona in der Eissporthalle in Bad Reichenhall im Einsatz.

"Es war ein unbeschreibliches Trümmerfeld und der schwerste Einsatz mit der BRK-Hundestaffel, den ich je erlebt habe", berichte Grassler dem Mühldorfer Anzeiger.

Der BRK-Hundestaffelführer ringt einen Tag nach der Katastrophe in Bad Reichenhall sichtlich nach Worten. "So einen Einsatz muss ich erst verdauen. Man kann sich das überhaupt nicht vorstellen", berichtet Grassler.

Am vergangenen Donnerstag wurde er um 16.07 Uhr alarmiert. Wegen der schlechten Witterung dauerte es bis 18 Uhr, bis er mit seiner Mischlingshündin an der Eissporthalle in Bad Reichenhall eintraf. Die BRK-Hundestaffel, die Hundestaffel der Bergwacht und die ÖRK-Hundestaffel waren in Bad Reichenhall bei der Suche nach den vermissten Personen vor Ort.

"Ich bin mit meiner Mona in die eingestürzte Halle und es fiel dauernd Schnee auf uns und das eingestürzte Dach bewegte sich und es knirschte und krachte an allen Ecken und Enden", sagte Grassler. 15 bis 20 Minuten ist der Einsatz mit dem Suchhund unter diesen Bedingungen möglich. Dann muss der Rettungshund wieder eine Ruhepause einlegen.

"Die Hunde der BRK-Rettungshundestaffel haben im Halleninneren angeschlagen. Die größte Enttäuschung für uns Hundeführer und Retter war, dass unsere Hunde nur Tote angezeigt haben. Am späten Abend hat ein Hund angeschlagen, und ein lebendes Kind konnte so geborgen werden", berichtete Grassler.

Aufgrund der weiteren Einsturzgefahr der Eissporthalle rief die Rettungsleitung die Helfer mehrmals aus der Halle zurück. "Rund 700 Helfer waren im Einsatz, alle wollten helfen und retten. Es ist schwer vermittelbar, wenn man dann wieder rausgerufen wird. Ich hatte aber für diese Entscheidung Verständnis", gibt Grassler zu.

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