Treffpunkt der Saison

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- Rosenheim (hh) - Wer einen guten Platz beim Bal paré haben will, der muss sich frühzeitig darum kümmern, denn dieser meistbesuchte Treffpunkt der Ballsaison ist immer innerhalb kürzester Zeit ausverkauft; nur Saalkarten sind später noch zu ergattern. Daran änderte sich jetzt auch bei der 37. Auflage nichts, die erstmals unter der Leitung des TC-1860-Vorsitzenden Rolf Vingerhoets stand.

Natürlich erwähnte er in seiner Begrüßungsansprache seinen erfolgreichen Vorgänger und Bal-paré-Erfinder Franz Schuster, der erstmals seit 36 Jahren nicht beim Ball war, weil er auf einer Auslandsreise einen runden Geburtstag seiner Frau Alla feierte. "Der Franz wird sicher heute Abend an uns denken", so Vingerhoets.Vier Musikgruppen waren aufgeboten, um die Gäste auf das Parkett zu locken und zu unterhalten; Moderator war Bernhard Mahler. Den Auftakt bildete die "Tuxedo-Danceband", die mit einem Walzer begann, dann aber gleich mit einem Cha-Cha-Cha Tanzstundenwissen abforderte. <P></P><P>In schmucken Baströckchen zogen die savannentauglich geschminkten Gardemädchen der Rosenheimer Faschingsgilde ein. Mit phantasievollem Kopfputz zeigten sie einen temperamentvollen "Stammestanz". Hofmarschall Nico Foltin präsentierte getreu dem diesjährigen "Afrika-Motto" den Gildepräsidenten als Ludwig "Löwenjäger" Baumann mit seinen beiden Vertretern Professor Dr. Anton "Gazelle" Kathrein und Sebastian "Massai" Bauer. Das Prinzenpaar Thomas II. und Petra I. ließen auf den Prinzenwalzer - Dean Martins wunderbare Schmelznummer "That's amore" - ihren Schautanz folgen, in dem sie in zebragestreiften Kostümen über die Tanzfläche wirbelten.</P><P>Terisa Reyes bewies den Besuchern auf der Bühne, warum sie vom Moderator als "Herrin der Ringe" angekündigt worden war: Immer mehr Hula-Hoop-Reifen ließ sie um ihren hübschen Körper kreisen, und ihr Mann Rodolfo, ein Kopfstand-Equilibrist, verblüffte später nicht nur mit seinen Jonglagen, sondern auch mit der Fähigkeit, im einarmigen Handstand über die Bühne zu hüpfen.</P><P>Mit seinem elektrisch verstärkten Instrument zog der Geiger der "Szenario-Showband" in den Saal ein, Figuren tanzend ähnlich wie der Rock-Flötist Ian Anderson, ein richtiger Schachterlteufelsgeiger, und wurde ebenso begeistert beklatscht wie sein wild wirbelnder Paukistenkollege auf der Bühne.</P><P>Faszinierend wie schon im Vorjahr war der Auftritt der Pyramiden bauenden "Carambas-Showtanzgruppe" der Faschingsgesellschaft Haag - diese Truppe sieht man immer wieder gern.</P><P>Ein Wiederhören mit alten Ohrwürmern aus der "Pilzkopfzeit" der Beatles bot der Auftritt der stilgerecht gewandeten "Beatles Unlimited Coverband". Mit "I love you" oder "All my lovin'" lockten sie Scharen auf die Tanzfläche. Andere "Pilsköpfe" trafen sich inzwischen an der Bar im kleinen Saal zur Musik von Alfred McCrary und seiner Sängerin.</P><P>Neu beim 37. Bal paré war, dass im ehemaligen Weißwurstkeller nun eine ruhige Cocktailbar eingerichtet ist und der Cafégarten im Foyer nun zum "Weißwurstgarten" umfunktioniert wurde, was das notorische Kellergedränge stark entzerrte. Mit der klassischen Schwofnummer "Hey Jude" verabschiedeten sich die Pilzköpfe und überließen die Tanzwütigen wieder dem Kommando der fleißig bis in den frühen Morgen aufspielenden "Tuxedo-Danceband".</P>

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