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Verteidigung schiebt Todesopfern Schuld zu

Todesdrama auf dem Gardasee: Heute müssen Angeklagte aus München Rede und Antwort stehen

Motorboot-Unfall vom Gardasee - Prozess
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Ein Blick auf das Gericht in Brescia.
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
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Zwei Deutsche rammen laut Anklage ein Holzboot am Gardasee und töten die beiden Insassen - Greta (†25) und Umberto (†37). Zuletzt wies ein Gutachter der Verteidigung offenbar den Opfern eine Mitschuld zu.

Im Prozess gegen zwei Deutsche um einen tödlichen Bootsunfall auf dem Gardasee in Italien verhandelt das Gericht in Brescia an diesem Freitag (25. Februar) weiter. Neben Aussagen von Sachverständigen der Verteidigung wurde auch die Befragung der beiden Münchner Angeklagten erwartet.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Deutschen unter anderem fahrlässige Tötung und unterlassene Hilfeleistung vor. Am späten Abend des 19. Juni 2021 war das Motorboot der beiden Männer auf dem See in Norditalien mit dem Holzboot eines italienischen Paares zusammengeprallt. Dieses starb bei der Kollision.

Unfassbare Wendung im Gardasee-Prozess

Zuletzt sagten in dem Prozess bereits Sachverständige der Anklage und der Verteidigung aus. In der zurückliegenden Verhandlung vertrat ein Experte der Verteidigung laut Medienberichten die Ansicht, das Boot der Deutschen sei nicht so schnell unterwegs gewesen wie zunächst angenommen.

Außerdem hat der Gutachter der Verteidigung in dem Prozess auch erklärt, dass das Boot der beiden Opfer auf dem Gardasee getrieben sei. Beide Opfer hätten den Deutschen demnach Platz machen müssen, die beiden Italiener hätten damit laut Verteidigung gegen die Schifffahrts-Bestimmungen verstoßen. Der Vater des getöteten Umberto sei daraufhin wutentbrannt aus dem Gerichtssaal gestürmt.

Die Staatsanwaltschaft geht hingegen davon aus, dass die beiden Männer zu schnell fuhren.

mh/dpa

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