Taufkirchen wird Kurort

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Taufkirchen - "Wehe, wenn sie losgelassen!" heißt es schon jahrzehntelang, wenn sich die Frauen zu ihrem Faschingsball treffen.

Ein voll besetzter Saal und Stimmung pur ist immer angesagt, und jeder wartet mit Spannung auf die Darbietungen der einzelnen Gruppen, die sich immer wieder sehr originelle Themen einfallen lassen. Schorsch Holzner gab als Musikant sein Bestes und lockte die Frauen auf das Tanzparkett.Wie aus dem ländlichen Dorf Taufkirchen ein Kurort entstehen soll und welche besonderen Gegebenheiten bereits vorhanden wären, diese Überlegungen machten sich die Ederberg-Damen in besonders origineller Weise. Als Badeanlage wäre die Kläranlage mit angrenzendem Gallenbach als Kneippbecken gedacht, der abgeholzte Ederberg wäre als Skigebiet geeignet, die Biogasanlagen würden im Wellnessprogramm stets zu Diensten sein und das Gasthaus Sahlstorfer würde sich als Kurgasthof bestens anbieten.

Der grandiosen Idee der Ederberglerinnen hatten auch die Oberwaldlerinnen nichts entgegenzusetzen, sie waren der Meinung, dass Taufkirchen selbst eine Milchkönigin küren kann und nicht auf andere angewiesen sei. Ein harter Ausscheidungsmodus musste bewältigt werden, scharfe Fragen wurden beantwortet und natürlich musste jede Kandidatin beweisen, dass sie als Melkerin für dieses Amt geeignet wäre. Zu guter Letzt konnte die Ortsbäuerin Resi Forstner dann als Milchkönigin gekrönt werden.

Ob natürlich die Nemerberglerinnen in das Klischee des Kurortes passen werden, ist fraglich. Sie trafen sich zu einem großen Pennertreffen, bestens ausgerüstet mit flüssiger Verpflegung und viel Wissenswertem aus ihrem Leben unter der Brücke. Drei Auftritte, die die Lachmuskeln enorm strapazierten und mit tosendem Applaus bedacht wurden. Eine reichhaltige Tombola beendete den offiziellen Teil dieses Faschingstreibens, das aber noch bis spät in die Nacht hinein dauerte. fim

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